[Illustration: „KOPIERT VON EINEM FRONTISPIECE ZUR AUSGABE VON FRONTO DUCÆUS, 1636, DER STCHRYSOSTOM’S WERKEN (IN DER KATHELITÄTLICHE BIBLIOTHEK, CHICHESTER). ES WIRD GEMELDET, DAS ORIGINAL WURDE VON EINEM EIKON GROSSER ANTIQUITÄT AUS CONSTANTINOPEL AUSGESCHLITTEN, UND ÜBEREINSTIMMT MIT DEN NOTIZEN ZU CHRYSOSTOM’S ERINNERUNG VON GRIECHEN SCHREIBERN, DIE IHN ALS KURZ, MIT EINEM GROSSEN KOPF, EINER WEITEN, FALTIGEN STIRNE, TIEFEN, ABER ANGENEHMENEN AUGEN, FLACHEN WANGEN UND EIN ARMEN GRAUEN BART DESCRIBIEREN.“]
SAINT JOHN CHRYSOSTOM
SEINE LEBEN UND ZEITEN
_EIN SKIZZO DER KIRCHE UND DES REICHS IM VIERTEN JAHRHUNDERT._
VON W. R W. STEPHENS, M.A.
PREBENDAR VON CHICHESTER UND REKTOR VON WOOLBEDING; AUTOR VON „LEBEN UND BERICHT VON WALTER FARQUHAR HOOK, D.D.,“ „CHRISTENDOM UND ISLAM,“ ETC.
Mit Porträt.
_ZWEITE AUSGABE._
LONDON JOHN MURRAY, ALBEMARLE STREET 1880.
Das Recht der Übersetzung ist vorbehalten.
PRÄAMBEL ZUR ZWEITEN AUSGABE.
Die vorliegende Ausgabe dieses Essays ist im Wesentlichen eine Reproduktion der ersten. Es ist durchaus möglich und ich hoffe wahrscheinlich, dass die Früchte von neun Jahren mehr Erfahrung und Studium sich in einigen deutlichen Verbesserungen der früheren Arbeit manifestiert hätten, wenn ich sie vollständig überarbeitet oder neu gefasst hätte. Aber nach sorgfältiger Überlegung schien mir nicht, dass die Mängel meines ursprünglichen Versuchs ausreichen, um eine solche zeitliche und mühsame Investition zu rechtfertigen.
Ich habe mich daher mit der sorgfältigen Überarbeitung des Textes und der Referenzen und der kleinen Anpassung hier und da im Hinblick auf Hinzufügung oder Auslassung zufriedengegeben.
WOOLBEDING RECTORY, 20. Februar 1880.
PRÄAMBEL ZUR ERSTEN AUSGABE.
Die Überlegungen, die mich dazu veranlassten, diese Monographie zu verfassen, sind im einleitenden Kapitel dargelegt. Wie weit das Design darauf hingewiesen hat, zufriedenstellend erfüllt wurde, das müssen andere entscheiden. Mir sind natürlich Mängel bewusst, denn das ideale Ziel jedes Arbeiters sollte höher sein als das, was er tatsächlich erreichen kann. Die Arbeit hat ein gewisses Risiko eingegangen, weil sie einst für einen beträchtlichen Zeitraum suspendiert wurde; aber ich bin immer mit größerem Interesse und Vergnügen zu ihr zurückgekehrt und kann mir nicht zuschreiben, dass ich eine Seite weniger Mühe auf einer Stelle als auf einer anderen gewusst zugewendet habe. Ich habe versucht, sie durch die Entnahme der ursprünglichsten Quellen, auf die ich zugreifen konnte, als vertrauenswürdige Erzählung zu gestalten; und wo, wie in jenen Teilen, die sich auf die weltliche Geschichte beziehen, die Linie der allgemeinen Historiker wie Gibbon oder De Broglie befolgt wurde, habe ich, so weit wie möglich, die Autoritäten konsultiert, auf die sie sich beziehen. Meine Pflichten gegenüber modernen Autoren, von denen ich wertvolle Hilfe für spezielle Teile der Arbeit erhalten habe, wie M. Amédée Thierry und Dr. Foerster, werden an ihrem richtigen Platz anerkannt.
Neanders Leben von St. Chrysostom wurde natürlichThroughout häufig konsultiert. Es ist von den üblichen Verdiensten und Mängeln dieses Historikers geprägt. Es ist voller Forschung, Informationen, Gedanken und verfeinter religiöser Stimmung; aber er vermag die Persönlichkeit seines Subjekts nicht stark hervorzuheben. Wir haben Fülle von Chrysostoms Sprüchen und Meinungen, aber irgendwie zu wenig von Chrysostom selbst. Die Tatsache ist, dass Neander scheinbar immer mehr über jene Ansichten und Theorien zum Wachstum der christlichen Lehre und der Kirche nachdenkt, die er den Köpfen der Menschen vermitteln möchte, als über die Person, über die er schreibt. Somit wird das Thema seiner Biografie zu vielmehr einem bloßen Vehikel zur Vermittlung von Neanders eigenen Ansichten, und die Persönlichkeit des Charakters verblasst im Verhältnis. Einige Passagen aus dem Leben seines Subjekts sind in übermäßiger Länge miteinander verbunden; andere sind, weil sie Neanders Ansichten weniger illustrieren, unvollständig skizziert, wenn nicht gar ausgelassen.
In Auszügen aus den Werken Chrysostoms wurde die etwas schwierige Frage der komparativen Vorteile von Übersetzung und Paraphrase im Großen und Ganzen zugunsten der Paraphrase entschieden. Die durch eine Paraphrase gewonnene Materieverdichtung ist ein wichtiges, tatsächlich notwendiges Ziel, wenn viele Exemplare von einem so sehr umfangreichen Autor wie Chrysostom gegeben werden sollen. Gleichzeitig wurde ein sorgfältiger Versuch unternommen, die Unterschiede zu berücksichtigen.