Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Neue Angriffe auf Kiew – Ukraine trifft erstmals russischen Online-Versandhändler Ozon
Wadephul kurz vor Unabhängigkeitstag in Kiew
Gebiet Charkiw: Russische Drohnen töten zwei Frauen
Ukraine: Viele Tote und Verletzte bei russischem Raketenangriff auf Kiew
IAEA: Atomkraftwerk Saporischschja verliert letzte externe Stromleitung
Viele Tote und Verletzte bei russischer Attacke auf Krywyj Rih
Nach einem russischen Drohnenangriff auf ein belebtes Einkaufszentrum in der ukrainischen Großstadt Krywyj Rih ist die Zahl der Toten nach Angaben aus der Ukraine auf mindestens 16 gestiegen. Der ukrainische Zivilschutz sprach am Morgen von noch neun Vermissten, darunter zwei Kinder.
Am Freitagabend war zunächst von 15 Toten und 130 Verletzten die Rede gewesen. 29 Personen hätten schwerste Verletzungen erlitten, unter ihnen fünf Kinder, teilte der regionale Militärverwalter Oleksandr Hanscha auf Telegram mit.
Präsident Wolodimir Selenskij sprach in einem Beitrag auf Facebook von einem „absolut zynischen und hinterhältigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum“. Nach seinen Angaben griffen die Drohnen in zwei Wellen an. „Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes folgte ein erneuter Angriff auf die Rettungskräfte“, berichtete er.
Die Heimatstadt von Selenskij liegt rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew. Erst vor wenigen Tagen war Krywyj Rih vom russischen Militär mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen angegriffen worden. Dabei starben nach offiziellen Angaben zwei Zivilisten, knapp ein Dutzend Menschen wurde verletzt.
Am Freitagabend war zunächst von 15 Toten und 130 Verletzten die Rede gewesen. 29 Personen hätten schwerste Verletzungen erlitten, unter ihnen fünf Kinder, teilte der regionale Militärverwalter Oleksandr Hanscha auf Telegram mit.
Präsident Wolodimir Selenskij sprach in einem Beitrag auf Facebook von einem „absolut zynischen und hinterhältigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum“. Nach seinen Angaben griffen die Drohnen in zwei Wellen an. „Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes folgte ein erneuter Angriff auf die Rettungskräfte“, berichtete er.
Die Heimatstadt von Selenskij liegt rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew. Erst vor wenigen Tagen war Krywyj Rih vom russischen Militär mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen angegriffen worden. Dabei starben nach offiziellen Angaben zwei Zivilisten, knapp ein Dutzend Menschen wurde verletzt.
Neue Angriffe auf Kiew – Ukraine trifft erstmals russischen Online-Versandhändler Ozon
Russland hat in der Nacht wieder die ukrainische Hauptstadt Kiew angegriffen. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden, es gebe auch Verletzte, teilten die Behörden mit. Ein Lager geriet demnach in Brand. Nach bisher nicht überprüfbaren Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurde ein Eisenbahndepot mit Lokomotiven getroffen. Die ukrainische Flugabwehr hatte zuvor vor einem Angriff mit ballistischen Raketen gewarnt.
Nach Berichten ukrainischer Medien griff Kiew unterdessen erneut im Gebiet Samara eine große Ölraffinerie an – und erstmals auch ein Lager des russischen Online-Versandhändlers Ozon. Das Unternehmen bestätigte einen Angriff auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Das Lager sei in Brand geraten, es seien 500 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht worden; es gebe aber auch Verletzte, teilte Ozon am Morgen mit. Für Mitarbeiter und Angehörige sei ein Notruftelefon eingerichtet worden.
Zuvor hatte die Ukraine den größten russischen Online-Versandhändler Wildberries wiederholt mit Drohnen angegriffen. Die Schäden allein bei dem Unternehmen gehen nach Schätzungen von Branchenexperten in die Milliarden.
Auch die russische Hauptstadt Moskau meldete am Morgen neue ukrainische Drohnenangriffe. Laut Behörden gab es wegen Flugalarms auf den Hauptstadtflughäfen zeitweilig keine Starts und Landungen.
Nach Berichten ukrainischer Medien griff Kiew unterdessen erneut im Gebiet Samara eine große Ölraffinerie an – und erstmals auch ein Lager des russischen Online-Versandhändlers Ozon. Das Unternehmen bestätigte einen Angriff auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Das Lager sei in Brand geraten, es seien 500 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht worden; es gebe aber auch Verletzte, teilte Ozon am Morgen mit. Für Mitarbeiter und Angehörige sei ein Notruftelefon eingerichtet worden.
Zuvor hatte die Ukraine den größten russischen Online-Versandhändler Wildberries wiederholt mit Drohnen angegriffen. Die Schäden allein bei dem Unternehmen gehen nach Schätzungen von Branchenexperten in die Milliarden.
Auch die russische Hauptstadt Moskau meldete am Morgen neue ukrainische Drohnenangriffe. Laut Behörden gab es wegen Flugalarms auf den Hauptstadtflughäfen zeitweilig keine Starts und Landungen.
Wadephul kurz vor Unabhängigkeitstag in Kiew
Kurz vor dem 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine ist Außenminister Johann Wadephul zu einem Solidaritätsbesuch in dem von Russland angegriffenen Land eingetroffen. Gleich nach seiner Ankunft mit einem Sonderzug am Bahnhof von Kiew verurteilte der CDU-Politiker die zunehmenden russischen Drohnen- und Raketenangriffe und warf Moskau „wahllosen Mord an Zivilisten“ sowie gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur vor. Russland wolle die Lebensgrundlage der Menschen in der Ukraine zerstören und so ihren Durchhaltewillen brechen.
Die Sommermonate Juli und August seien für die ukrainische Zivilbevölkerung die tödlichsten seit mehr als vier Jahren gewesen. „Nie vorher feuerte Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland ab“, sagte er. Der CDU-Politiker sicherte der Ukraine vor diesem Hintergrund weitere Unterstützung zu. Er hofft darauf, dass Russland so zu Friedensverhandlungen bewegt werden kann. Kein Land investiert so viel in die militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine wie Deutschland.
Wadephul ist zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten in dem Land. Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen wie üblich nicht öffentlich angekündigt. Auch sein Programm in Kiew wird nicht bekanntgegeben. Im Mittelpunkt werden aber Gespräche mit der ukrainischen Führung stehen.
Am kommenden Montag vor 35 Jahren hat die Ukraine die Unabhängigkeit von der Sowjetunion erlangt. Um den Jahrestag herum finden Feierlichkeiten vor allem in der Hauptstadt Kiew statt.
Die Sommermonate Juli und August seien für die ukrainische Zivilbevölkerung die tödlichsten seit mehr als vier Jahren gewesen. „Nie vorher feuerte Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland ab“, sagte er. Der CDU-Politiker sicherte der Ukraine vor diesem Hintergrund weitere Unterstützung zu. Er hofft darauf, dass Russland so zu Friedensverhandlungen bewegt werden kann. Kein Land investiert so viel in die militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine wie Deutschland.
Wadephul ist zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten in dem Land. Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen wie üblich nicht öffentlich angekündigt. Auch sein Programm in Kiew wird nicht bekanntgegeben. Im Mittelpunkt werden aber Gespräche mit der ukrainischen Führung stehen.
Am kommenden Montag vor 35 Jahren hat die Ukraine die Unabhängigkeit von der Sowjetunion erlangt. Um den Jahrestag herum finden Feierlichkeiten vor allem in der Hauptstadt Kiew statt.
Bundesaußenminister Johann Wadephul stellt in Kiew zusammen mit dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha Kerzen auf dem Maidan an der nationalen Gedenkstätte für die Gefallenen auf, um den ukrainischen Opfern des Krieges die Ehre zu erweisen und ihrer zu gedenken. Foto: Michael Fischer/dpa
Ukraine verbietet „Mascha und der Bär“
Die Ukrainer dürfen in ihrem Land nicht mehr die international bekannte russische Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ sehen. Die Regierung belegte die Filmemacher mit Sanktionen und bezeichnete die Trickfilme als eine Gefahr für die nationale Sicherheit.
„Allein im Jahr 2025 hatte der ukrainischsprachige YouTube-Kanal von „Mascha und der Bär“ über 800 Millionen Aufrufe“, schrieb Kulturministerin Tetjana Bereschna bei Facebook. Nun gebe es die rechtliche Handhabe, um die Filme in der Ukraine zu blockieren. „Für russische Propaganda gibt es keinen Platz auf Kinderbildschirmen. Weder in der Ukraine noch in der Welt!“, schrieb sie.
Über den Kanal erzielen die Macher den Autoren zufolge Werbeeinnahmen, mit denen wiederum Steuern in Russland gezahlt würden. Das Geld komme der russischen Armee in ihrem Kampf gegen die Ukraine zugute. Streamingplattformen wie YouTube können den Zugang zu Inhalten, um gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, auch für Nutzer aus einzelnen Ländern sperren.
Moskau kritisierte den ukrainischen Schritt. „Dass die Ukraine auch gegen Zeichentrickfilme einen Krieg begonnen hat, zeigt wohl einmal mehr die Abscheulichkeit des Kiewer Regimes“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russische Nachrichtenagenturen zufolge. Die Zeichentrickhelden hätten die ganze Welt „mit ihrer Güte“ erobert. Es sei Propaganda „im guten Sinne dieses Wortes“.
„Allein im Jahr 2025 hatte der ukrainischsprachige YouTube-Kanal von „Mascha und der Bär“ über 800 Millionen Aufrufe“, schrieb Kulturministerin Tetjana Bereschna bei Facebook. Nun gebe es die rechtliche Handhabe, um die Filme in der Ukraine zu blockieren. „Für russische Propaganda gibt es keinen Platz auf Kinderbildschirmen. Weder in der Ukraine noch in der Welt!“, schrieb sie.
Über den Kanal erzielen die Macher den Autoren zufolge Werbeeinnahmen, mit denen wiederum Steuern in Russland gezahlt würden. Das Geld komme der russischen Armee in ihrem Kampf gegen die Ukraine zugute. Streamingplattformen wie YouTube können den Zugang zu Inhalten, um gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, auch für Nutzer aus einzelnen Ländern sperren.
Moskau kritisierte den ukrainischen Schritt. „Dass die Ukraine auch gegen Zeichentrickfilme einen Krieg begonnen hat, zeigt wohl einmal mehr die Abscheulichkeit des Kiewer Regimes“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russische Nachrichtenagenturen zufolge. Die Zeichentrickhelden hätten die ganze Welt „mit ihrer Güte“ erobert. Es sei Propaganda „im guten Sinne dieses Wortes“.
Die Sanktionen wurden vorerst für zehn Jahre verhängt. Kiew forderte seine Verbündeten auf, ebenfalls Maßnahmen gegen die Verbreitung der Animationsfilme zu ergreifen. Erst im Juni hatte der US-amerikanische Streamingdienst Netflix die Rechte an weiteren Staffeln der Kinderserie erworben.
Hintergrund ist eine journalistische Studie vom vergangenen Jahr. Demnach war der ukrainischsprachige YouTube-Kanal des russischen Trickfilms 2025 in dem von Russland angegriffenen Land mit Abstand der populärste. Zur russischsprachigen Version wurden keine Angaben gemacht.
Hauptfiguren der Trickfilme sind das kleine Mädchen Mascha in traditioneller russischer Kleidung und ein ehemaliger Zirkusbär, der sich nur über Gesten und Laute mitteilt. Die Serie wird seit 2009 produziert und wurde in Dutzenden Ländern ausgestrahlt, darunter auch in Deutschland. Kritik am Inhalt gab es auch in Großbritannien und Estland, da Mascha in mehreren Episoden mit militärischen Kleidungsstücken und sowjetischer Symbolik auftaucht.
Hintergrund ist eine journalistische Studie vom vergangenen Jahr. Demnach war der ukrainischsprachige YouTube-Kanal des russischen Trickfilms 2025 in dem von Russland angegriffenen Land mit Abstand der populärste. Zur russischsprachigen Version wurden keine Angaben gemacht.
Hauptfiguren der Trickfilme sind das kleine Mädchen Mascha in traditioneller russischer Kleidung und ein ehemaliger Zirkusbär, der sich nur über Gesten und Laute mitteilt. Die Serie wird seit 2009 produziert und wurde in Dutzenden Ländern ausgestrahlt, darunter auch in Deutschland. Kritik am Inhalt gab es auch in Großbritannien und Estland, da Mascha in mehreren Episoden mit militärischen Kleidungsstücken und sowjetischer Symbolik auftaucht.
Lilly Zerbst
Nach mutmaßlicher Luftraumverletzung: Finnland bestellt russischen Botschafter ein
Das finnische Außenministerium hat den russischen Botschafter wegen einer mutmaßlichen Luftraumverletzung durch ein Aufklärungsflugzeug einbestellt. Wie der finnische Grenzschutz am Freitag mitteilte, hat sich die Maschine vom Typ Il-20 am Vortag etwa drei Minuten lang im finnischen Luftraum befunden und ist dabei bis zu 8,7 Kilometer tief eingedrungen. Der Vorfall habe sich im westlichen Finnischen Meerbusen ereignet, eine Voruntersuchung sei eingeleitet worden. Die russische Botschaft in Finnland reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Ein russisches Aufklärungsflugzeug vom Typ „Il-20“. (Archivbild). Maxim Kuzovkov/epa Tass/dpa
Lilly Zerbst
Gebiet Charkiw: Russische Drohnen töten zwei Frauen
Russland hat mit Drohnenangriffen im frontnahen ostukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fünf Häuser in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschädigt worden. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr setzte Russland gegen das Land insgesamt 135 Drohnen ein, davon seien 107 abgeschossen worden.
Bei Gegenschlägen, mit denen die Ukraine auf die Angriffe antwortet, hat Kiew erneut Hunderte Drohnen gegen russische Ziele eingesetzt. Die russische Flugabwehr meldete in nicht überprüfbaren Angaben, sie habe 325 ukrainische Drohnen abgeschossen. In Moskau stellten wegen Luftalarms mehrere Hauptstadtflughäfen vorübergehend den Flugbetrieb ein. In der Region Perm, rund 1000 Kilometer nordöstlich von Moskau, wurde Medien zufolge eine Ölraffinerie getroffen. Es kam demnach zu einem Brand. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bestätigte später den Angriff auf die „über 1600 Kilometer von der Grenze“ entfernte Raffinerie und andere Ziele.
Bei Gegenschlägen, mit denen die Ukraine auf die Angriffe antwortet, hat Kiew erneut Hunderte Drohnen gegen russische Ziele eingesetzt. Die russische Flugabwehr meldete in nicht überprüfbaren Angaben, sie habe 325 ukrainische Drohnen abgeschossen. In Moskau stellten wegen Luftalarms mehrere Hauptstadtflughäfen vorübergehend den Flugbetrieb ein. In der Region Perm, rund 1000 Kilometer nordöstlich von Moskau, wurde Medien zufolge eine Ölraffinerie getroffen. Es kam demnach zu einem Brand. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bestätigte später den Angriff auf die „über 1600 Kilometer von der Grenze“ entfernte Raffinerie und andere Ziele.
Krim: Zwei Tote bei ukrainischem Angriff
Bei einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Besatzungsbehörden zwei Menschen getötet worden. Weitere drei seien bei der Attacke im Umland der Stadt Simferopol verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Andernorts gebe es einen weiteren Verletzten. Details nannte Aksjonow nicht. Russland hatte die Krim bereits 2014 annektiert und nutzt sie als Aufmarschgebiet und Nachschubbasis. Kiew greift daher immer wieder auch Ziele auf der Halbinsel an.
Selenskij: Brauchen Raketen für „Patriot“-Systeme
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat nach massiven russischen Luftangriffen erneut auf den Mangel an Flugabwehrraketen hingewiesen und an die Partner seines Landes appelliert. „Es sind Raketen für Patriots nötig, das können nur unsere Partner bereitstellen“, sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Es gehe nicht um Geschenke, sondern um die Bereitschaft der Ukraine, Waffen zu kaufen.
Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Als wirksames Mittel dagegen gelten moderne Patriot-Flugabwehrsysteme – der Ukraine mangelt es jedoch an Raketen dafür.
Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Als wirksames Mittel dagegen gelten moderne Patriot-Flugabwehrsysteme – der Ukraine mangelt es jedoch an Raketen dafür.
Russland setzt Angriffe am Tag fort
Nach massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht ist bei einer neuen Attacke am Tag mindestens ein weiterer Mensch getötet worden. Drohnentrümmer seien auf ein Geschäftszentrum gestürzt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Ein Toter und zwei Verletzte seien gefunden worden, Rettungskräfte setzten die Suche in dem Gebäude fort. Klitschko sprach von einem gezielten Angriff auf die kritische Infrastruktur. In zwei Stadtteilen könne es zu Unterbrechungen der Warmwasserversorgung kommen.
Auch Kramatorsk in der Ostukraine wurde nach Behördenangaben tagsüber angegriffen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.
Erst in der vergangenen Nacht waren Klitschko zufolge allein in Kiew 15 Menschen durch massive russische Angriffe ums Leben gekommen.
Die Angriffe seien ein „weiteres tragisches Beispiel für die alarmierende Zunahme von Angriffen auf bewohnte Gebiete“, sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres in New York.
Auch Kramatorsk in der Ostukraine wurde nach Behördenangaben tagsüber angegriffen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.
Erst in der vergangenen Nacht waren Klitschko zufolge allein in Kiew 15 Menschen durch massive russische Angriffe ums Leben gekommen.
Die Angriffe seien ein „weiteres tragisches Beispiel für die alarmierende Zunahme von Angriffen auf bewohnte Gebiete“, sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres in New York.
Lettland: Am 14. August abgeschossene Drohne war ukrainischen Ursprungs
Eine am 14. August im lettischen Luftraum abgeschossene Drohne ist ukrainischen Ursprungs. Das haben die lettischen Streitkräfte jetzt mitgeteilt. Ein im Baltikum stationierter italienischer Kampfjet hatte das Fluggerät abgeschossen, das während ukrainischer Angriffe auf russische Häfen die Grenze des Nato- und EU-Mitgliedstaats verletzt hatte. Dem Militär zufolge flog die Drohne von Belarus aus ein, was höchstwahrscheinlich auf russische Störsignale zurückzuführen sei.
Ukrainische Drohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland sind in diesem Jahr bereits wiederholt vom Kurs abgekommen und in den baltischen Luftraum eingedrungen.
Ukrainische Drohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland sind in diesem Jahr bereits wiederholt vom Kurs abgekommen und in den baltischen Luftraum eingedrungen.
Lorenz Zeck
Rumänische Kampfjets zerstören Drohne vor Schwarzmeer-Gasprojekt
Ein F-16-Kampfjet der rumänischen Luftwaffe hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Bukarest eine mit Sprengstoff bestückte Seedrohne nahe einer Gasförderplattform im Schwarzen Meer unschädlich gemacht. Ein Handelsschiff habe am Morgen die treibende Seedrohne nahe der Plattform Neptun Alpha etwa 80 Seemeilen östlich von Constanta gemeldet, hieß es. Rumäniens Präsident machte Russland für die Drohne verantwortlich.
Nach der Meldung durch das Handelsschiff starteten den Angaben nach die zwei Jets. Eine Maschine habe das Ziel mit seiner Bordkanone erfolgreich ins Visier genommen. Ein Schiff der Küstenwache rückte zu der Drohne aus. Ein Team zur Kampfmittelbeseitigung der rumänischen Marine an Bord habe die Seedrohne zerstört. Es werde die Drohne nun näher untersuchen, teilte das Ministerium weiter mit. Die Plattform „Neptun Alpha“ gehört zum Offshore-Förderprojekt Neptun Deep im rumänischen Teil des Schwarzen Meeres. Es ist das größte Erdgasprojekt des Landes.
Der Präsident von Rumänien, Nicușor Dan, gratulierte auf der Plattform X den beiden Piloten. Außerdem verurteile er „mit aller Härte die Intensivierung solcher unverantwortlichen Vorfälle seitens der Russischen Föderation“. Rumänien bleibe wachsam an der Seite der Nato-Verbündeten, um solche Provokationen abzuwehren.
Nach der Meldung durch das Handelsschiff starteten den Angaben nach die zwei Jets. Eine Maschine habe das Ziel mit seiner Bordkanone erfolgreich ins Visier genommen. Ein Schiff der Küstenwache rückte zu der Drohne aus. Ein Team zur Kampfmittelbeseitigung der rumänischen Marine an Bord habe die Seedrohne zerstört. Es werde die Drohne nun näher untersuchen, teilte das Ministerium weiter mit. Die Plattform „Neptun Alpha“ gehört zum Offshore-Förderprojekt Neptun Deep im rumänischen Teil des Schwarzen Meeres. Es ist das größte Erdgasprojekt des Landes.
Der Präsident von Rumänien, Nicușor Dan, gratulierte auf der Plattform X den beiden Piloten. Außerdem verurteile er „mit aller Härte die Intensivierung solcher unverantwortlichen Vorfälle seitens der Russischen Föderation“. Rumänien bleibe wachsam an der Seite der Nato-Verbündeten, um solche Provokationen abzuwehren.
Ukraine: Viele Tote und Verletzte bei russischem Raketenangriff auf Kiew
Bei russischen Luftangriffen auf Kiew und die umliegende Region sind nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht Dutzende ballistische Raketen, Marschflugkörper und Hyperschallraketen sowie 168 Drohnen abgefeuert. Die Luftabwehr fing demnach fast 90 Prozent der Drohnen und die meisten Marschflugkörper ab. Zu den schnelleren ballistischen Raketen wurden keine Angaben gemacht.
Im Kiewer Stadtteil Solomjanskj wurden die oberen Etagen eines neunstöckigen Wohnhauses zerstört. Dort waren die meisten der 15 Todesopfer in der Hauptstadt zu beklagen, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Er rief für Freitag einen Trauertag aus. Zudem wurden eine Schule, ein Kinderkrankenhaus sowie Lagerhallen beschädigt. Die russischen Angriffe richteten sich auch gegen die Schwarzmeerregion Odessa. Dort haben wiederholte Attacken auf die Hafeninfrastruktur die ukrainischen Agrarexporte in den vergangenen Wochen nahezu zum Erliegen gebracht.
Der ukrainische Ministerpräsident Sergij Korezkyj erklärte, dass bei dem fast neunstündigen Beschuss auch Lebensmittellager und Einrichtungen des Roten Kreuzes beschädigt worden seien. In einigen Supermärkten der Hauptstadt war frisches Obst und Gemüse zuletzt zeitweise knapp geworden, nachdem die Logistiklager von Lebensmittelhändlern getroffen worden waren. In der Region um Kiew kam den Behörden zufolge ein weiterer Mensch ums Leben.
Angesichts der verstärkten russischen Angriffe forderte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij die westlichen Verbündeten erneut auf, die Bestände an Patriot-Abwehrraketen aufzustocken. Dies ist das einzige System im ukrainischen Arsenal, das ballistische Raketen bekämpfen kann. „Jede zusätzliche Rakete rettet das Leben unserer Landsleute“, so der Präsident.
Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte unterdessen, in Kiew und Umgebung seien Anlagen zur Herstellung von Drohnenbauteilen, ein Militärdepot und ein Logistikzentrum getroffen worden.
Im Kiewer Stadtteil Solomjanskj wurden die oberen Etagen eines neunstöckigen Wohnhauses zerstört. Dort waren die meisten der 15 Todesopfer in der Hauptstadt zu beklagen, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Er rief für Freitag einen Trauertag aus. Zudem wurden eine Schule, ein Kinderkrankenhaus sowie Lagerhallen beschädigt. Die russischen Angriffe richteten sich auch gegen die Schwarzmeerregion Odessa. Dort haben wiederholte Attacken auf die Hafeninfrastruktur die ukrainischen Agrarexporte in den vergangenen Wochen nahezu zum Erliegen gebracht.
Der ukrainische Ministerpräsident Sergij Korezkyj erklärte, dass bei dem fast neunstündigen Beschuss auch Lebensmittellager und Einrichtungen des Roten Kreuzes beschädigt worden seien. In einigen Supermärkten der Hauptstadt war frisches Obst und Gemüse zuletzt zeitweise knapp geworden, nachdem die Logistiklager von Lebensmittelhändlern getroffen worden waren. In der Region um Kiew kam den Behörden zufolge ein weiterer Mensch ums Leben.
Angesichts der verstärkten russischen Angriffe forderte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij die westlichen Verbündeten erneut auf, die Bestände an Patriot-Abwehrraketen aufzustocken. Dies ist das einzige System im ukrainischen Arsenal, das ballistische Raketen bekämpfen kann. „Jede zusätzliche Rakete rettet das Leben unserer Landsleute“, so der Präsident.
Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte unterdessen, in Kiew und Umgebung seien Anlagen zur Herstellung von Drohnenbauteilen, ein Militärdepot und ein Logistikzentrum getroffen worden.
Ukraine greift Ölanlagen in Russland an
Die Ukraine hat ihre Attacken auf russische Ölanlagen und Logistikstrukturen fortgesetzt. Die Behörden in der russischen Region Tatarstan, ungefähr 1000 Kilometer östlich von Moskau, meldeten nach einem ukrainischen Drohnenangriff Störungen in einem Industriekomplex in der Stadt Nischnekamsk.
Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, es seien im Anflug auf die Hauptstadt 250 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zu möglichen Opfern oder Schäden machte er keine Angaben. Die Hauptstadtflughäfen stellten in der Nacht wie fast täglich bei solchen Attacken vorübergehend Starts und Landungen ein. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 726 ukrainischen Drohnen in verschiedenen Regionen.
Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, es seien im Anflug auf die Hauptstadt 250 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zu möglichen Opfern oder Schäden machte er keine Angaben. Die Hauptstadtflughäfen stellten in der Nacht wie fast täglich bei solchen Attacken vorübergehend Starts und Landungen ein. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 726 ukrainischen Drohnen in verschiedenen Regionen.
IAEA: Atomkraftwerk Saporischschja verliert letzte externe Stromleitung
Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist von seiner letzten verbliebenen externen Stromleitung abgeschnitten. Diesel-Notstromgeneratoren übernehmen die Versorgung wichtiger Sicherheitssysteme, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf der Plattform X mitteilte. Einer ersten Einschätzung zufolge befindet sich die Schadensstelle am nördlichen Ufer des Dnipro. Wegen militärischer Aktivitäten können Techniker die Ursache des Ausfalls bisher nicht ermitteln.
Russische Truppen hatten das größte Kernkraftwerk Europas mit sechs Reaktoren in den ersten Wochen ihrer Invasion in die Ukraine im Februar 2022 besetzt. Seitdem werfen sich beide Seiten regelmäßig vor, die nukleare Sicherheit zu gefährden.
Russische Truppen hatten das größte Kernkraftwerk Europas mit sechs Reaktoren in den ersten Wochen ihrer Invasion in die Ukraine im Februar 2022 besetzt. Seitdem werfen sich beide Seiten regelmäßig vor, die nukleare Sicherheit zu gefährden.
Ukraine: Getreideexporte per Bahn brechen wegen Hafenblockade ein
Die Getreideexporte der Ukraine auf dem Schienenweg brechen in den ersten 18 Augusttagen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen ein. Sie sinken im Vorjahresvergleich um 77 Prozent auf 342 000 Tonnen, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilt. Gegenüber dem Vormonat Juli entspricht dies einem Rückgang von 68 Prozent. Zwar nehmen die Transporte zur südlichen Grenzstadt Ismajil und an die Westgrenze zu, dies kann den starken Rückgang bei den Lieferungen an die Häfen von Odessa jedoch nicht ausgleichen.
