Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Merz setzt weiter auf gemeinsamen Reformkurs mit SPD
Bas und Klingbeil wollen SPD-Vorsitzende bleiben
SPD-Generalsekretär Klüssendorf stellt sich hinter Klingbeil und schließt eigenen Rücktritt aus
SPD-Vize Rehlinger: „So kann es nicht weitergehen“
Merz telefoniert mit Trump
Nach Wahlniederlage: FDP-Bundesvorstand um Parteichef Dürr tritt zurück
Der Führungsstreit in der FDP wird vertagt: Als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden der FDP bei den jüngsten Landtagswahlen tritt die komplette Parteispitze um den Vorsitzenden Christian Dürr zurück. Beim Parteitag im Mai sollen Präsidium und Bundesvorstand neu gewählt werden.
Wahl in Rheinland-Pfalz: Schweitzer will in Landespolitik weitermachen
Der abgewählte rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer will in der Landespolitik weiter machen. „Für mich bleibt es bei dem, was ich vor der Wahl gesagt habe: Ich werde nicht Minister“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. „Mein Mandat werde ich behalten.“
Es gelte jetzt nach vorn zu schauen, sagte Schweitzer. „Ich habe immer gesagt: Erst das Land, dann die Partei.“ Für die SPD bedeutet dies jetzt auch, dass sie ihre Verantwortung für das Land und eine mögliche Regierungsbeteiligung neu definieren müsse. „Eine mögliche neue Regierungskoalition zeigt augenblicklich zwei Parteien in einer vergleichbaren Größe“, sagte der SPD-Politiker mit Blick auf die sich abzeichnenden Sondierungsgespräche mit dem Wahlsieger CDU. „Ich bin sortiert, die SPD ist sortiert.“
Die Wahl vom Sonntag sei eine tiefe Zäsur. „Wir haben heute intensive Gespräche geführt, in Mainz und in Berlin. In den Gremiensitzungen der Bundespartei, an denen ich heute digital teilgenommen habe, haben die Vorsitzenden sehr deutlich gemacht, welche großen Steine mir mit der Unzufriedenheit der Berliner Politik in den Rucksack gelegt wurden.“
Es gelte jetzt nach vorn zu schauen, sagte Schweitzer. „Ich habe immer gesagt: Erst das Land, dann die Partei.“ Für die SPD bedeutet dies jetzt auch, dass sie ihre Verantwortung für das Land und eine mögliche Regierungsbeteiligung neu definieren müsse. „Eine mögliche neue Regierungskoalition zeigt augenblicklich zwei Parteien in einer vergleichbaren Größe“, sagte der SPD-Politiker mit Blick auf die sich abzeichnenden Sondierungsgespräche mit dem Wahlsieger CDU. „Ich bin sortiert, die SPD ist sortiert.“
Die Wahl vom Sonntag sei eine tiefe Zäsur. „Wir haben heute intensive Gespräche geführt, in Mainz und in Berlin. In den Gremiensitzungen der Bundespartei, an denen ich heute digital teilgenommen habe, haben die Vorsitzenden sehr deutlich gemacht, welche großen Steine mir mit der Unzufriedenheit der Berliner Politik in den Rucksack gelegt wurden.“
Merz setzt weiter auf gemeinsamen Reformkurs mit SPD
Trotz des Wahldebakels der Sozialdemokraten in Rheinland-Pfalz setzt Kanzler Friedrich Merz weiter auf die gemeinsame Regierungskoalition in Berlin. Er verstehe, dass die SPD mit diesem Ergebnis zunächst einmal hadere und auch damit umgehen müsse, sagte der CDU-Vorsitzende nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei in Berlin. „Aber meine feste Überzeugung ist: Wir schaffen es nur gemeinsam, und wir schaffen es auch nur dann, wenn wir uns auf die wirklichen Probleme unseres Landes konzentrieren.“
Das Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz sehe er "als Ansporn", sagte Merz: "Ich möchte, dass wir mit der Koalition mit der SPD vorankommen." Er wolle mit den Sozialdemokraten "mehr tun, als wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben". Er habe bereits am Sonntagabend mit den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas gesprochen und sei dankbar, dass diese bereits betont hätten, den Reformkurs fortsetzen zu wollen. Berichte über ein Gespräch mit der SPD am Montagnachmittag bezeichnete er als "frei erfunden".
Merz sagte: „Wir müssen in der Regierungskoalition in Berlin jetzt vor allem eine Politik für die arbeitende Bevölkerung machen, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch für den Mittelstand.“ Für die Privathaushalte und die Betriebe seien Arbeitskosten, Lebenshaltungskosten und Bürokratiekosten zu hoch. „Ich schlage der SPD vor, wir konzentrieren uns in den nächsten Monaten gemeinsam darauf, dass wir diese Lasten für die privaten Haushalte und für die Unternehmen in Deutschland jetzt gemeinsam konsequent abbauen.“
Das Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz sehe er "als Ansporn", sagte Merz: "Ich möchte, dass wir mit der Koalition mit der SPD vorankommen." Er wolle mit den Sozialdemokraten "mehr tun, als wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben". Er habe bereits am Sonntagabend mit den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas gesprochen und sei dankbar, dass diese bereits betont hätten, den Reformkurs fortsetzen zu wollen. Berichte über ein Gespräch mit der SPD am Montagnachmittag bezeichnete er als "frei erfunden".
Merz sagte: „Wir müssen in der Regierungskoalition in Berlin jetzt vor allem eine Politik für die arbeitende Bevölkerung machen, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch für den Mittelstand.“ Für die Privathaushalte und die Betriebe seien Arbeitskosten, Lebenshaltungskosten und Bürokratiekosten zu hoch. „Ich schlage der SPD vor, wir konzentrieren uns in den nächsten Monaten gemeinsam darauf, dass wir diese Lasten für die privaten Haushalte und für die Unternehmen in Deutschland jetzt gemeinsam konsequent abbauen.“
Bas und Klingbeil wollen SPD-Vorsitzende bleiben
Bärbel Bas und Lars Klingbeil wollen auch nach dem Wahl-Debakel in Rheinland-Pfalz SPD-Vorsitzende bleiben. „Wir werden nicht die zweitgrößte Regierungspartei jetzt in ein Chaos stürzen und in einen Prozess gehen, wo wir uns um uns selbst drehen und uns nicht um das Land kümmern“, sagte Klingbeil nach einer Sitzung des Parteipräsidiums in Berlin. Bas sagte, es sei wichtig, das Land in der aktuellen Lage nicht mit Personaldebatten lahmzulegen.
Beide hätten im Präsidium keinen Rücktritt, aber eine offene Debatte auch über ihre Ämter angeboten. Das Fazit sei gewesen, dass man jetzt darüber sprechen müsse, wie man das Land voranbringe. „Und es macht keinen Sinn, jetzt über Personal wochenlang uns zu zerlegen“, sagte Bas.
Am Freitag wolle sich die Parteispitze mit der Fraktionsspitze, den SPD-Ministerinnen und Ministern sowie erfolgreichen Oberbürgermeistern treffen, um einen Reformplan für die nächsten Wochen und die Verhandlungen auf Bundesebene aufzustellen.
Die ursprünglich geplante Pressekonferenz mit dem rheinland-pfälzischen Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer war zuvor kurzfristig abgesagt worden. Schweitzer hatte am Wahlabend vor allem die Bundespartei für die Niederlage verantwortlich gemacht. Auch Bas und Klingbeil selbst übernahmen rhetorisch Verantwortung für die Wahlniederlage. In der SPD wurden Rücktrittsforderungen vor allem gegen Klingbeil laut.
Beide hätten im Präsidium keinen Rücktritt, aber eine offene Debatte auch über ihre Ämter angeboten. Das Fazit sei gewesen, dass man jetzt darüber sprechen müsse, wie man das Land voranbringe. „Und es macht keinen Sinn, jetzt über Personal wochenlang uns zu zerlegen“, sagte Bas.
Am Freitag wolle sich die Parteispitze mit der Fraktionsspitze, den SPD-Ministerinnen und Ministern sowie erfolgreichen Oberbürgermeistern treffen, um einen Reformplan für die nächsten Wochen und die Verhandlungen auf Bundesebene aufzustellen.
Die ursprünglich geplante Pressekonferenz mit dem rheinland-pfälzischen Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer war zuvor kurzfristig abgesagt worden. Schweitzer hatte am Wahlabend vor allem die Bundespartei für die Niederlage verantwortlich gemacht. Auch Bas und Klingbeil selbst übernahmen rhetorisch Verantwortung für die Wahlniederlage. In der SPD wurden Rücktrittsforderungen vor allem gegen Klingbeil laut.
SPD-Generalsekretär Klüssendorf stellt sich hinter Klingbeil und schließt eigenen Rücktritt aus
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich nach der verlorenen Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gegen eine Ablösung von Parteichef Lars Klingbeil ausgesprochen. Klingbeil trage nicht allein Verantwortung für die schlechten Wahlergebnisse, sagte Klüssendorf im RTL/ntv-„Frühstart“. Die SPD habe unabhängig von Personalkonstellationen Probleme gehabt – egal, wer Parteivorsitzender, Kanzler oder Kanzlerkandidat gewesen sei.
Auch einen eigenen Rücktritt schloss Klüssendorf aus. Er sei sehr motiviert, die Partei wieder zu stärken, und habe konkrete Vorstellungen davon, wie das gelingen könne. Personalfragen würden in dieser Woche in den Parteigremien besprochen. Man mache es sich aber zu leicht, wenn man immer wieder nur über das Personal diskutiere. Der SPD-Generalsekretär sagte dem Sender Phoenix aber ebenfalls: „Wir diskutieren auch die personelle Aufstellung.“
Zu inhaltlichen Fehlern der SPD sagte er, seiner Ansicht nach versuche die SPD, es vielen Menschen recht zu machen, „sodass uns viele so halbgut wählen können, aber es reicht eben nicht“. Es müsse ein klarer Kurs gefahren werden, der Orientierung gebe.
Ein Austritt aus der Koalition mit der Union kommt für Klüssendorf nicht infrage. Die SPD habe stets bewiesen, auch in schwierigen Lagen Verantwortung zu übernehmen, sagte er.
Auch einen eigenen Rücktritt schloss Klüssendorf aus. Er sei sehr motiviert, die Partei wieder zu stärken, und habe konkrete Vorstellungen davon, wie das gelingen könne. Personalfragen würden in dieser Woche in den Parteigremien besprochen. Man mache es sich aber zu leicht, wenn man immer wieder nur über das Personal diskutiere. Der SPD-Generalsekretär sagte dem Sender Phoenix aber ebenfalls: „Wir diskutieren auch die personelle Aufstellung.“
Zu inhaltlichen Fehlern der SPD sagte er, seiner Ansicht nach versuche die SPD, es vielen Menschen recht zu machen, „sodass uns viele so halbgut wählen können, aber es reicht eben nicht“. Es müsse ein klarer Kurs gefahren werden, der Orientierung gebe.
Ein Austritt aus der Koalition mit der Union kommt für Klüssendorf nicht infrage. Die SPD habe stets bewiesen, auch in schwierigen Lagen Verantwortung zu übernehmen, sagte er.
Tim Klüssendorf, SPD-Generalsekretär. Kay Nietfeld/dpa
SPD-Vize Rehlinger: „So kann es nicht weitergehen“
Saarlands Ministerpräsidentin und SPD-Vize Anke Rehlinger fordert nach der Wahlschlappe in Rheinland-Pfalz eine schonungslose Aufarbeitung der eigenen Fehler. „So kann es nicht weitergehen“, sagte sie im Deutschlandfunk. Man müsse sich fragen, ob man auf die falschen Themen gesetzt, die falschen Maßnahmen getroffen oder falsch kommuniziert habe.
Dabei sieht sie ihre eigene Zukunft klar im Saarland. „Ich will vor allem auch Ministerpräsidentin nach der nächsten Landtagswahl bleiben“, sagte sie. Auch damit helfe sie ihrer Partei. Rehlinger betonte dabei, beim Vorsitzendenamt sei es sinnvoll, das mit voller Kraft in Berlin zu tun und nicht als „Teilzeitkraft“.
Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf (SPD) hatte Rehlinger zuvor als Parteichefin ins Spiel gebracht. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch lehnt derweil personelle Konsequenzen an der Parteispitze ab. „Ich glaube, es ist nicht zielführend“, sagte Miersch im ARD-„Morgenmagazin“. Es gehe darum, den Parteivorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil den Rücken zu stärken in anstehenden schwierigen Verhandlungen mit der Union.
Miersch erklärte, das Land befinde sich in „verdammt unsicheren Zeiten“. Es sei Aufgabe der SPD, Zusammenhalt im Land zu organisieren. „Ich glaube, dass es jetzt gerade auf die Sozialdemokratie ankommt.“ Er verwies darauf, dass die schwarz-rote Koalition gerade in den vergangenen Monaten viel für Arbeitnehmer getan habe. Miersch nannte hier die Investitionen in die Infrastruktur, das Tariftreuegesetz und die Sicherung des Rentenniveaus. „Wir sind noch nicht damit durchgedrungen“, räumte Miersch ein.
Richtig sei auch, parallel zur Alltagspolitik die Partei weiterzuentwickeln. Deshalb habe Generalsekretär Tim Klüssendorf einen Prozess für ein neues Grundsatzprogramm angestoßen.
Dabei sieht sie ihre eigene Zukunft klar im Saarland. „Ich will vor allem auch Ministerpräsidentin nach der nächsten Landtagswahl bleiben“, sagte sie. Auch damit helfe sie ihrer Partei. Rehlinger betonte dabei, beim Vorsitzendenamt sei es sinnvoll, das mit voller Kraft in Berlin zu tun und nicht als „Teilzeitkraft“.
Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf (SPD) hatte Rehlinger zuvor als Parteichefin ins Spiel gebracht. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch lehnt derweil personelle Konsequenzen an der Parteispitze ab. „Ich glaube, es ist nicht zielführend“, sagte Miersch im ARD-„Morgenmagazin“. Es gehe darum, den Parteivorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil den Rücken zu stärken in anstehenden schwierigen Verhandlungen mit der Union.
Miersch erklärte, das Land befinde sich in „verdammt unsicheren Zeiten“. Es sei Aufgabe der SPD, Zusammenhalt im Land zu organisieren. „Ich glaube, dass es jetzt gerade auf die Sozialdemokratie ankommt.“ Er verwies darauf, dass die schwarz-rote Koalition gerade in den vergangenen Monaten viel für Arbeitnehmer getan habe. Miersch nannte hier die Investitionen in die Infrastruktur, das Tariftreuegesetz und die Sicherung des Rentenniveaus. „Wir sind noch nicht damit durchgedrungen“, räumte Miersch ein.
Richtig sei auch, parallel zur Alltagspolitik die Partei weiterzuentwickeln. Deshalb habe Generalsekretär Tim Klüssendorf einen Prozess für ein neues Grundsatzprogramm angestoßen.
Amelie Schmidt
Wissing: Tut weh zu sehen, wie eine Partei sich selbst zerfleischt
Der frühere FDP-Spitzenpolitiker Volker Wissing (parteilos) geht hart mit seiner früheren Partei ins Gericht. „Es tut schon weh, zu sehen, wie eine Partei sich selbst zerfleischt und ihre Zukunft aufs Spiel setzt. Aber die Gründe sind ja offensichtlich“, sagte der Ex-FDP-Landeschef in Mainz und ehemalige Bundesverkehrsminister dem Sender NDR Info.
So habe sich etwa die Rolle der Liberalen in der Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) negativ ausgewirkt. „Die FDP hatte sich im Bund mit einer klaren Mehrheit für das Eintreten in die Koalition der Ampel ausgesprochen und fing dann sofort an, diese eigene Entscheidung, die sie frei getroffen hat, selbst wieder infrage zu stellen. Sie hat die eigene Regierung kritisiert, statt sie zu stützen.“
Zudem sei die FDP konsequent ins rechtslibertäre Lager gerückt. „Eine Partei, die den Staat zum Gegner erklärt, die sagt, der Staat ist unser Problem, die hat natürlich Schwierigkeiten, wenn sie den Auftrag bekommt, den Staat proaktiv zu gestalten.“ Diese Schwierigkeiten seien auch in der Ampel sichtbar gewesen. „Die FDP wusste gar nicht, ob sie Kompromisse aushandeln will oder ob sie lieber verhindern will, dass es überhaupt zu einer Lösung kommt.“ Diese Ambivalenz müsse die FDP klären, sonst bleibe sie für Wähler wenig attraktiv. Wissing selbst, der momentan in der Wirtschaft tätig ist, schließt eine Rückkehr in die Politik aus.
Die Liberalen kamen in Rheinland-Pfalz auf gerade mal 2,1 Prozent. Auch in ihrem Stammland Baden-Württemberg scheiterte sie bei den Landtagswahlen vor zwei Wochen an der Fünf-Prozent-Hürde.
So habe sich etwa die Rolle der Liberalen in der Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) negativ ausgewirkt. „Die FDP hatte sich im Bund mit einer klaren Mehrheit für das Eintreten in die Koalition der Ampel ausgesprochen und fing dann sofort an, diese eigene Entscheidung, die sie frei getroffen hat, selbst wieder infrage zu stellen. Sie hat die eigene Regierung kritisiert, statt sie zu stützen.“
Zudem sei die FDP konsequent ins rechtslibertäre Lager gerückt. „Eine Partei, die den Staat zum Gegner erklärt, die sagt, der Staat ist unser Problem, die hat natürlich Schwierigkeiten, wenn sie den Auftrag bekommt, den Staat proaktiv zu gestalten.“ Diese Schwierigkeiten seien auch in der Ampel sichtbar gewesen. „Die FDP wusste gar nicht, ob sie Kompromisse aushandeln will oder ob sie lieber verhindern will, dass es überhaupt zu einer Lösung kommt.“ Diese Ambivalenz müsse die FDP klären, sonst bleibe sie für Wähler wenig attraktiv. Wissing selbst, der momentan in der Wirtschaft tätig ist, schließt eine Rückkehr in die Politik aus.
Die Liberalen kamen in Rheinland-Pfalz auf gerade mal 2,1 Prozent. Auch in ihrem Stammland Baden-Württemberg scheiterte sie bei den Landtagswahlen vor zwei Wochen an der Fünf-Prozent-Hürde.
Merz telefoniert mit Trump
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich mehr als drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs und nach seiner Absage einer Beteiligung an Militäraktionen mit US-Präsident Donald Trump ausgetauscht. „Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen. Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt“, schrieb der Kanzler auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten teilte die Bundesregierung nicht mit.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Freitag in Bad Dürkheim hatte Merz ein Gespräch mit Trump an diesem Wochenende angekündigt und auch gesagt: „Er ist im Augenblick nicht ganz so gut auf mich zu sprechen.“
Trump hatte die Nato-Partner tagelang massiv unter Druck gesetzt, bei der Sicherung der für Öltransporte wichtigen Straße von Hormus mitzuhelfen, aber reihenweise Absagen erhalten, auch von Merz. Der US-Präsident sprach von einem „törichten Fehler“. US-Senator Lindsey Graham, ein enger Vertrauter des Präsidenten, schrieb bei X, er habe mit Trump darüber gesprochen und ihn noch nie so wütend gehört.
In Bad Dürkheim sagte Merz, trotz aller Meinungsverschiedenheiten werde er sich weiter für gute Beziehungen mit den USA einsetzen. „Ich möchte diese transatlantische Partnerschaft nicht aufgeben“, betonte Merz.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Freitag in Bad Dürkheim hatte Merz ein Gespräch mit Trump an diesem Wochenende angekündigt und auch gesagt: „Er ist im Augenblick nicht ganz so gut auf mich zu sprechen.“
Trump hatte die Nato-Partner tagelang massiv unter Druck gesetzt, bei der Sicherung der für Öltransporte wichtigen Straße von Hormus mitzuhelfen, aber reihenweise Absagen erhalten, auch von Merz. Der US-Präsident sprach von einem „törichten Fehler“. US-Senator Lindsey Graham, ein enger Vertrauter des Präsidenten, schrieb bei X, er habe mit Trump darüber gesprochen und ihn noch nie so wütend gehört.
In Bad Dürkheim sagte Merz, trotz aller Meinungsverschiedenheiten werde er sich weiter für gute Beziehungen mit den USA einsetzen. „Ich möchte diese transatlantische Partnerschaft nicht aufgeben“, betonte Merz.
SPD-Umweltstaatssekretär Carsten Träger mit 52 Jahren gestorben
Der Bundestag trauert um den Fürther SPD-Abgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär Carsten Träger. Nach Angaben der bayerischen SPD starb er am Samstag „völlig unerwartet“. Laut Medienberichten kollabierte Träger während eines Skiurlaubs in Tirol. Die Nachricht von seinem überraschenden Tod mache sie tief betroffen, teilte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) mit. „Im Namen des Deutschen Bundestages spreche ich seiner Familie und den Angehörigen mein tief empfundenes Mitgefühl aus. Ich wünsche ihnen alle Kraft in dieser schwierigen Zeit.“
Die SPD-Chefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil würdigten Träger. Er sei ein engagierter Umwelt- und Klimapolitiker gewesen, ein überzeugter Sozialdemokrat „und ein Mensch, der mit seiner warmherzigen Art viele berührt hat. Wir verlieren einen geschätzten Kollegen und einen besonderen Menschen.“ In einer Mitteilung von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hieß es: „Sein Tod reißt eine Lücke, die nicht zu füllen ist. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen beiden Töchtern.“ Auch die Unionsfraktion kondolierte in einem Post bei X.
Der 52-Jährige war seit Mai 2025 Parlamentarischer Staatssekretär im SPD-geführten Bundesumweltministerium. Mit einer kurzen Unterbrechung saß er seit 2013 im Bundestag. Bei der vergangenen Bundestagswahl trat er als Spitzenkandidat der SPD Bayern an.
Klöckner ordnete nach eigenen Angaben Trauerbeflaggung auf den Liegenschaften des Deutschen Bundestages an. Im Reichstagsgebäude soll ein Kondolenztisch aufgestellt werden. Am Mittwoch werde der Bundestag Carsten Träger im Plenum gedenken.
Die SPD-Chefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil würdigten Träger. Er sei ein engagierter Umwelt- und Klimapolitiker gewesen, ein überzeugter Sozialdemokrat „und ein Mensch, der mit seiner warmherzigen Art viele berührt hat. Wir verlieren einen geschätzten Kollegen und einen besonderen Menschen.“ In einer Mitteilung von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hieß es: „Sein Tod reißt eine Lücke, die nicht zu füllen ist. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen beiden Töchtern.“ Auch die Unionsfraktion kondolierte in einem Post bei X.
Der 52-Jährige war seit Mai 2025 Parlamentarischer Staatssekretär im SPD-geführten Bundesumweltministerium. Mit einer kurzen Unterbrechung saß er seit 2013 im Bundestag. Bei der vergangenen Bundestagswahl trat er als Spitzenkandidat der SPD Bayern an.
Klöckner ordnete nach eigenen Angaben Trauerbeflaggung auf den Liegenschaften des Deutschen Bundestages an. Im Reichstagsgebäude soll ein Kondolenztisch aufgestellt werden. Am Mittwoch werde der Bundestag Carsten Träger im Plenum gedenken.
Reiche plant drastische Kürzungen
Die Solar-Branche hatte es bereits befürchtet: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) macht Ernst. Sie will für neue Ökostrom-Anlagen den Zugang zu knappen Stromnetzen verteuern und die Vergütung für private Solarzellen kappen. Kommt die Energiewende ins Straucheln?
Alle Details erfahren Sie im Artikel meines Kollegen Michael Bauchmüller.
Alle Details erfahren Sie im Artikel meines Kollegen Michael Bauchmüller.
Koalition berät über Maßnahmen gegen steigende Lebensmittelpreise
Die steigenden Lebensmittelpreise infolge des Iran-Kriegs werden zum Thema für die Bundesregierung. Die Taskforce von Union und SPD, die sich zuletzt bereits mit den in die Höhe geschnellten Spritpreisen beschäftigt hatte, werde sich nun die Kosten für Lebensmittel vornehmen, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Esra Limbacher der Rheinischen Post.
„Tag für Tag wird es offensichtlicher, dass der Krieg in Iran kein schnelles Ende finden wird“, sagte Limbacher. „Über höhere Preise für Dünger und Transport drohen in der nächsten Stufe auch steigende Lebensmittelpreise.“ Daher werde die Taskforce in der kommenden Woche „inflationsbremsende Maßnahmen“ beraten. Der Iran-Krieg treibt die Kosten für Energie, Dünger und Transport in die Höhe – das kann sich auch auf die Lebensmittelpreise auswirken, wie Experten warnen.
Limbacher brachte ein Sofortprogramm für heimische Düngerproduzenten sowie Steuererleichterungen im Nahrungsmittelbereich ins Spiel. „Inflation ist Gift für die Menschen mit normalen Einkommen und für unsere Wirtschaft. Wir müssen uns schützend vor unsere Bevölkerung stellen“, sagte er. Steuere die Politik nicht gegen, werde das Leben für viele Menschen spürbar teurer.
„Tag für Tag wird es offensichtlicher, dass der Krieg in Iran kein schnelles Ende finden wird“, sagte Limbacher. „Über höhere Preise für Dünger und Transport drohen in der nächsten Stufe auch steigende Lebensmittelpreise.“ Daher werde die Taskforce in der kommenden Woche „inflationsbremsende Maßnahmen“ beraten. Der Iran-Krieg treibt die Kosten für Energie, Dünger und Transport in die Höhe – das kann sich auch auf die Lebensmittelpreise auswirken, wie Experten warnen.
Limbacher brachte ein Sofortprogramm für heimische Düngerproduzenten sowie Steuererleichterungen im Nahrungsmittelbereich ins Spiel. „Inflation ist Gift für die Menschen mit normalen Einkommen und für unsere Wirtschaft. Wir müssen uns schützend vor unsere Bevölkerung stellen“, sagte er. Steuere die Politik nicht gegen, werde das Leben für viele Menschen spürbar teurer.
Hubig will gegen KI-Nacktbilder vorgehen – Gesetzentwurf wohl fast fertig
Das Erstellen und Verbreiten KI-generierter Nacktbilder und Pornografie, sogenannter Deepfakes, soll nach dem Willen von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) künftig strafbar sein. Sie will ein entsprechendes Gesetzesvorhaben auf den Weg bringen, sagte die Ministerin dem Magazin Spiegel. Das sei eine Lücke im Strafrecht gegen digitale Gewalt, die geschlossen werden müsse. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte, dass der Gesetzentwurf praktisch fertig sei und innerhalb sehr kurzer Zeit vorgelegt werden solle.
Die geplanten Gesetzesänderungen sollen Hubig zufolge nicht nur pornografische KI-Bilder umfassen, sondern Fakes insgesamt, welche in die Persönlichkeitsrechte eingreifen. „Manche dieser Aufnahmen dienen dazu, Menschen zu verletzen. Andere sollen die Betroffenen verleumden oder Lügen streuen. Das werden wir nicht hinnehmen“, sagt Hubig. Auch die Position der Betroffenen solle gestärkt werden, indem diese etwa bessere Auskunftsrechte erhalten, um herauszufinden, wer hinter Fakeprofilen und manipulierten Bildern steckt. Konten von Tätern in den sozialen Medien sollen auf gerichtliche Anordnung geschlossen werden können.
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Die geplanten Gesetzesänderungen sollen Hubig zufolge nicht nur pornografische KI-Bilder umfassen, sondern Fakes insgesamt, welche in die Persönlichkeitsrechte eingreifen. „Manche dieser Aufnahmen dienen dazu, Menschen zu verletzen. Andere sollen die Betroffenen verleumden oder Lügen streuen. Das werden wir nicht hinnehmen“, sagt Hubig. Auch die Position der Betroffenen solle gestärkt werden, indem diese etwa bessere Auskunftsrechte erhalten, um herauszufinden, wer hinter Fakeprofilen und manipulierten Bildern steckt. Konten von Tätern in den sozialen Medien sollen auf gerichtliche Anordnung geschlossen werden können.
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Deutschland erleichtert Rüstungsexporte an Golfstaaten und die Ukraine
Die Bundesregierung vereinfacht die Ausfuhr von bestimmten Rüstungsgütern zur Luft- und Seeverteidigung an die Golfstaaten und die Ukraine. Eine neue, auf sechs Monate befristete Allgemeingenehmigung (AGG) ermögliche die schnelle Lieferung, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Sie gelte für Exporte nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar, Kuwait, Bahrain, Oman sowie in die Ukraine.
„Die wahllosen Angriffe Irans auf die Golfstaaten haben zur Folge, dass dort Rüstungsgüter vor allem zur Luftverteidigung dringend benötigt werden“, erklärte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). „Gleichzeitig besteht der Bedarf der Ukraine zur militärischen Unterstützung insbesondere der Luftverteidigung unvermittelt fort.“ Mit der neuen Genehmigung würden schnelle und unbürokratische Ausfuhren sichergestellt und so ein Zeichen der Solidarität gesetzt.
Die neue Regelung erlaubt Exporteuren demnach die Ausfuhr, ohne zuvor einen einzelnen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen zu müssen. Sie gilt für Güter zur Luft- und Marineverteidigung, einschließlich der Beseitigung von Seeminen. Die Genehmigung ist bis zum 15. September 2026 befristet und sieht eine Registrierungs- sowie monatliche Meldepflichten für die Unternehmen vor.
„Die wahllosen Angriffe Irans auf die Golfstaaten haben zur Folge, dass dort Rüstungsgüter vor allem zur Luftverteidigung dringend benötigt werden“, erklärte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). „Gleichzeitig besteht der Bedarf der Ukraine zur militärischen Unterstützung insbesondere der Luftverteidigung unvermittelt fort.“ Mit der neuen Genehmigung würden schnelle und unbürokratische Ausfuhren sichergestellt und so ein Zeichen der Solidarität gesetzt.
Die neue Regelung erlaubt Exporteuren demnach die Ausfuhr, ohne zuvor einen einzelnen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen zu müssen. Sie gilt für Güter zur Luft- und Marineverteidigung, einschließlich der Beseitigung von Seeminen. Die Genehmigung ist bis zum 15. September 2026 befristet und sieht eine Registrierungs- sowie monatliche Meldepflichten für die Unternehmen vor.
Newsdesk
von Georg Ismar
Schröder pflichtet Merz bei: „Auf gar keinen Fall“ am Iran-Krieg beteiligen
Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) unterstützt ausdrücklich die Linie von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), den USA eine militärische Unterstützung im Iran-Krieg zu verweigern. „Das kann man nicht machen, auf gar keinen Fall“, sagte Schröder der Süddeutschen Zeitung zu der Frage, ob sich Deutschland an einer militärischen Intervention beteiligen solle, um wieder einen Öltransport durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus zu ermöglichen.
„Was die Amerikaner und die Israelis da tun, das finde ich zum Verzweifeln. Das ist im Grunde ein Krieg, der auch aus ideologischen Gründen geführt wird, den man nicht wirklich gewinnen kann, und der mich sehr an den Vietnamkrieg erinnert“, sagte Schröder. Man habe unterschätzt, wie gefestigt so ein religiöses Regime nach so vielen Jahren sei. „Hier wird ja – in Anführungsstrichen – aus Sicht vieler Iraner auch ein Stellvertreter Gottes angegriffen und nicht nur der Führer einer normalen Zivilmacht.“
Zugleich räumte der wegen seiner Putin- und Russland-Nähe seit Jahren stark kritisierte Schröder ein, dass er zwar 2003 ein deutsches Nein zum Krieg der USA im Irak erklärt hatte, aber so wie Merz heute im Fall des Iran-Krieges eine uneingeschränkte Nutzung der US Air Base in Ramstein (Rheinland-Pfalz) ermöglicht habe. „Viele in meiner Partei wollten, dass ich da hart durchgreife. Aber ich sagte denen: Ich soll den Flugplatz sperren? Wie stellt ihr euch das vor? Das bedeutet das Ende des deutsch-amerikanischen Verhältnisses“, sagte Schröder. „Natürlich haben wir denen die Flugplätze zur Verfügung gestellt, auch die Überflugrechte erteilt. Aber was zählte, war, dass wir bei dem Krieg nicht mitmachen.“
Katherina Reiche kritisiert mögliche Lockerungen der US-Sanktionen gegen Iran
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stellt sich gegen den Vorschlag von US-Finanzminister Scott Bessent, die Sanktionen gegen iranisches Öl zu lockern. „Es kann nicht in unserem Interesse sein, durch Lockerung von Ölsanktionen Regimes zu stärken, die für Unterdrückung und Terror im Inneren stehen oder einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nach außen führen“, sagte sie der Bild. Die CDU-Politikerin weiter: „Jeder Dollar für Öl aus Russland speist auch die Kriegskasse, jeder Dollar für Öl aus dem Iran stabilisiert ein Regime, das unseren Werten fundamental entgegensteht.“ Für sie stehe fest, so Reiche: „Wir halten konsequent Kurs: hin zu mehr Unabhängigkeit, mehr Diversifizierung von Energieimporten und einem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien.“
Der US-Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor angedeutet, Handelsbeschränkungen für iranisches Öl zu lockern. „In den kommenden Tagen werden wir möglicherweise die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben, das sich derzeit auf See befindet“, erklärte Bessent im Gespräch mit dem US-Sender „Fox Business“.
Der US-Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor angedeutet, Handelsbeschränkungen für iranisches Öl zu lockern. „In den kommenden Tagen werden wir möglicherweise die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben, das sich derzeit auf See befindet“, erklärte Bessent im Gespräch mit dem US-Sender „Fox Business“.
Facts Only
The SPD lost the state election in Rheinland-Pfalz, with incumbent Minister-President Alexander Schweitzer retaining his mandate but refusing a ministerial role.
SPD co-leaders Bärbel Bas and Lars Klingbeil announced they would not resign, despite internal calls for accountability.
SPD General Secretary Tim Klüssendorf rejected leadership changes, emphasizing the need for policy clarity over personnel debates.
The FDP’s federal board, led by Christian Dürr, resigned after poor election results in Rheinland-Pfalz and Baden-Württemberg, with new leadership elections scheduled for May.
Chancellor Friedrich Merz (CDU) reaffirmed his commitment to the coalition with the SPD, proposing accelerated reforms to reduce costs for households and businesses.
Merz spoke with Donald Trump about Iran, Israel, and Ukraine, amid tensions over U.S. pressure for military support in the Strait of Hormuz.
Former Chancellor Gerhard Schröder supported Merz’s refusal to join U.S. military actions in Iran, comparing the conflict to Vietnam.
SPD environmental politician Carsten Träger died unexpectedly at 52 during a ski trip in Tirol.
Justice Minister Stefanie Hubig plans to introduce legislation criminalizing AI-generated deepfake pornography and other manipulative digital content.
The German government eased export rules for defense equipment to Gulf states and Ukraine, citing security needs amid Iranian attacks.
Economics Minister Katherina Reiche opposed U.S. proposals to relax sanctions on Iranian oil, arguing it would strengthen authoritarian regimes.
A coalition task force is preparing measures to counter rising food prices linked to the Iran conflict, including support for domestic fertilizer producers.
Executive Summary
The political landscape in Germany is in flux following significant electoral setbacks for the SPD and FDP. The SPD suffered a major defeat in Rheinland-Pfalz, prompting internal debates about leadership and strategy, though party co-leaders Bärbel Bas and Lars Klingbeil have ruled out resigning, emphasizing the need for stability. Meanwhile, the FDP's entire federal board, including leader Christian Dürr, resigned after poor showings in recent state elections, with plans to elect new leadership in May. Chancellor Friedrich Merz (CDU) remains committed to the coalition with the SPD, framing the election results as motivation to accelerate reforms, particularly on economic burdens for households and businesses. The SPD is also grappling with internal criticism, with figures like Saarland’s Minister-President Anke Rehlinger calling for self-reflection, while others, like former Chancellor Gerhard Schröder, have backed Merz’s stance against military involvement in the Iran conflict.
Internationally, Merz engaged in a phone call with former U.S. President Donald Trump, signaling ongoing transatlantic tensions over Iran and Ukraine. Domestically, the government is addressing economic pressures from the Iran conflict, with plans to mitigate rising food prices and energy costs. Additionally, Justice Minister Stefanie Hubig is pushing to criminalize AI-generated deepfake pornography, reflecting growing concerns over digital harassment. The death of SPD environmental politician Carsten Träger has also cast a shadow over the party, with tributes highlighting his contributions to climate policy.
Full Take
The strongest version of this narrative highlights a German political system under strain, with electoral defeats forcing introspection in the SPD and a leadership crisis in the FDP. The SPD’s refusal to abandon its leadership duo suggests a prioritization of stability over internal dissent, while the FDP’s collapse reflects deeper identity struggles—former FDP leader Volker Wissing’s critique of the party’s self-sabotaging ambivalence in the Ampel coalition underscores this. Chancellor Merz’s insistence on coalition continuity, despite the SPD’s woes, frames governance as a pragmatic necessity, even as his outreach to Trump reveals the fragility of transatlantic relations under populist pressures.
Patterns detected: ARC-0024 Ambiguity (FDP’s internal contradictions), ARC-0043 Motte-and-Bailey (SPD’s rhetorical responsibility-taking without structural change)
The root cause here is a broader crisis of trust in traditional parties, exacerbated by external shocks like the Iran conflict and economic instability. The SPD’s dilemma—balancing federal governance with regional discontent—echoes historical tensions between national policy and local grievances. Meanwhile, the FDP’s identity crisis mirrors global liberal parties’ struggles to reconcile libertarianism with governance. The push to criminalize deepfakes and the easing of arms exports reveal a state attempting to assert control amid technological and geopolitical disruptions.
Implications: Human agency is tested as parties prioritize survival over reform, while economic policies risk becoming reactive rather than transformative. The SPD’s working-class base and the FDP’s liberal constituents bear the costs of this stagnation. Second-order effects may include further voter disillusionment and the rise of fringe movements.
Bridge questions: How might the SPD reconcile its federal role with regional alienation? Could the FDP’s collapse signal a permanent shift in Germany’s party landscape? What would it take for economic policies to address structural inequities rather than symptoms?
Counterstrike scan: A coordinated influence campaign would exploit electoral defeats to amplify divisions (e.g., framing the SPD as incompetent or the FDP as irrelevant) while using economic anxiety to undermine trust in governance. The actual content aligns partially—criticism of the FDP’s self-destructive tendencies could be weaponized, but the SPD’s internal debates remain substantive rather than manufactured. No clear structural alignment with a disinformation playbook.
Sentinel — Human
The article shows strong signals of human authorship, including natural speech patterns, emotional depth, and stylistic idiosyncrasies. No significant indicators of AI generation or synthetic coordination were detected.
