Botschafter Lambsdorff einbestellt Russland vergleicht Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Botschaft mit Nazipropaganda
Alexander Graf Lambsdorff wird seinen Posten als deutscher Botschafter in Russland in wenigen Tagen verlassen, nun wurde er aber noch mal ins russische Außenministerium bestellt. Die Gründe waren zunächst unklar, doch jetzt haben sich Moskau sowie das deutsche Auswärtige Amt geäußert.
Die Erklärungen für die Einbestellung gehen auseinander. Das Auswärtige Amt teilt mit, Anlass der Einbestellung sei ein virales Video der deutschen Botschaft zur Benzinkrise in Russland gewesen . In dem Video wird Russland aufgerufen, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. »Dies entspricht der bekannten Position der Bundesregierung und einer gängigen Forderung Deutschlands und der EU gegenüber Russland«, hält das Auswärtige Amt fest.
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Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, habe die Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Botschaft in Moskau im Gespräch mit Lambsdorff kritisiert, da diese auf »schmerzliche Probleme« der russischen Bevölkerung hinweise, so das Auswärtige Amt.
Russland vergleicht deutsche Öffentlichkeitsarbeit mit Nazipropaganda
Das russische Außenministerium stellt Lambsdorffs Einberufung anders dar. In einer Stellungnahme behauptete das Ministerium zunächst, man habe Lambsdorff mitgeteilt, dass Deutschland an »Terroranschlägen« der Ukraine auf die zivile Infrastruktur in Russland beteiligt gewesen sei. Man habe dem Botschafter deutlich gemacht, dass die zunehmende Unterstützung Deutschlands für die Ukraine unzulässig sei, dazu zählten etwa militärische Abkommen zu Waffenlieferungen.
Aber auch auf die Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Botschaft kommt das russische Außenministerium zu sprechen: Diese gleite ab »in den Stil der schlimmsten Praktiken der nationalsozialistischen Propaganda«. Das von der deutschen Botschaft erwähnte Video nannte das russische Außenministerium dabei nicht explizit.
Das Auswärtige Amt will sich davon nicht beeindrucken lassen. »Der Versuch, sachlich zutreffende Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Botschaft zu unterbinden, läuft ins Leere«, heißt es aus der deutschen Botschaft in Moskau: »Die Botschaft wird sich auch weiterhin für ein Ende des schrecklichen Angriffskrieges gegen die Ukraine aussprechen und seine Folgen thematisieren.«
Das russische Außenministerium schließt seine Stellungnahme derweil damit, dass man Lambsdorffs Abschied als Botschafter »nicht ohne Genugtuung« registriere.
Sehen Sie hier: Durch ukrainische Angriffe auf Ölanlagen ist die Benzinkrise in der russischen Hauptstadt angekommen. SPIEGEL-Korrespondentin Christina Hebel hat ein Dutzend Tankstellen abgeklappert.
Für Lambsdorff war es die fünfte Einbestellung in drei Jahren. Er hatte den Posten in Moskau im August 2023 übernommen und löst nun Steffen Seibert als Botschafter in Israel ab.
Facts Only
* Alexander Graf Lambsdorff was appointed as the German Ambassador to Russia and was subsequently reappointed to the Russian Foreign Ministry.
* The German Foreign Office cited a viral video from the Embassy about the Russian oil crisis, which called for Russia to end the war in Ukraine, as the reason for the reappointment.
* The Russian Foreign Ministry criticized the public relations of the German Embassy in Moscow for highlighting "painful problems" for the Russian population.
* The Russian Foreign Ministry claimed that the German public relations mirrored the style of Nazi propaganda.
* The German Embassy stated it would continue to speak out against the war in Ukraine and its consequences.
* Lambsdorff had previously served as Ambassador in Moscow since August 2023.
Executive Summary
Full Take
Sentinel — Human
The text functions as a report detailing conflicting official statements regarding diplomatic relations and public relations between Germany and Russia, exhibiting the typical structure of conflict reporting rather than pure synthetic generation.
