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live •Krieg in Nahost Huthi-Miliz greift Israel zum zweiten Mal in Folge an
Die proiranische Huthi-Miliz schießt Marschflugkörper und Drohnen Richtung Südisrael. Hunderte Israelis protestieren gegen den Krieg. Und: Iran will die Straße von Hormus offenbar für pakistanische Schiffe öffnen. Die Liveanalyse.
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Israel greift weiter Ziele in Iran und im Libanon an. Das Regime in Teheran reagiert mit Gegenangriffen.
- Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz hat am Samstagmorgen und -abend Israel mit Drohnen und Raketen attackiert. Es sind die ersten Angriffe seit Beginn des aktuellen Krieges.
- Die »Washington Post« berichtet, dass sich das Pentagon auf wochenlange Bodenoperationen in Iran vorbereitet. Unklar ist dem Bericht zufolge, ob US-Präsident Trump dem Plan zustimmt.
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Huthi-Miliz greift Israel zum zweiten Mal in Folge an
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat am Samstagabend Israel zum zweiten Mal in Folge angegriffen. Eine Drohne sei über der südisraelischen Stadt Eilat, berichtete die »Times of Israel« unter Berufung auf das Militär. Außerdem sei ein Marschflugkörper vor Erreichen israelischen Territoriums abgefangen worden.
Am Samstagmorgen hatte die jemenitische Miliz zum ersten Mal seit Beginn des Irankriegs vor einem Monat eine Rakete auf Israel abgefeuert. Auch dieses Geschoss war von der israelischen Flugabwehr unschädlich gemacht worden.
Die Huthi-Miliz bestätigte in einer Erklärung den Angriff vom Samstagabend. Ihre zweite Militäroperation des Tages habe aus »einer Salve von Marschflugkörpern und Drohnen« bestanden und sich gegen eine Reihe von strategischen und militärischen Zielen im Süden Israels gerichtet, teilte ihr Kommando in Sanaa mit.
Am Samstagmorgen hatte die jemenitische Miliz zum ersten Mal seit Beginn des Irankriegs vor einem Monat eine Rakete auf Israel abgefeuert. Auch dieses Geschoss war von der israelischen Flugabwehr unschädlich gemacht worden.
Die Huthi-Miliz bestätigte in einer Erklärung den Angriff vom Samstagabend. Ihre zweite Militäroperation des Tages habe aus »einer Salve von Marschflugkörpern und Drohnen« bestanden und sich gegen eine Reihe von strategischen und militärischen Zielen im Süden Israels gerichtet, teilte ihr Kommando in Sanaa mit.
Die islamistische Huthi-Miliz kontrolliert weite Teile des Jemen und ist eng mit Teheran verbündet, von wo sie beträchtliche militärische Unterstützung erhält. Während des Gazakriegs hatte sie Israel regelmäßig beschossen, aber auch im Roten Meer und dem sich südlich anschließenden Golf von Aden Handelsschiffe attackiert.
SPIEGEL-Reporter Fritz Schaap hat schon vor knapp zwei Wochen analysiert, was es bedeuten würde, wenn die Huthis in den aktuellen Irankrieg eingreifen würden. Seine Analyse finden Sie hier.
SPIEGEL-Reporter Fritz Schaap hat schon vor knapp zwei Wochen analysiert, was es bedeuten würde, wenn die Huthis in den aktuellen Irankrieg eingreifen würden. Seine Analyse finden Sie hier.
Huthi-Kämpfer (Ende Januar 2024 in Sanaa). Foto: AP / dpa
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Videoempfehlung: Hier entlädt sich die Wut auf Donald Trump
In den USA sind in zahlreichen Städten Bürgerinnen und Bürger gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump auf die Straße gegangen. Für den SPIEGEL war Thies Schnack bei den »No Kings«-Protesten in Washington, D.C. unterwegs und hat mit Demonstranten gesprochen. Hier geht’s zum Video.
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Pentagon bereitet sich offenbar auf wochenlange Bodenoperationen in Iran vor
Es wäre eine gefährliche neue Phase des Irankriegs: Die »Washington Post« berichtet, dass sich das Pentagon auf wochenlange Bodenoperationen in Iran vorbereitet. Die Zeitung beruft sich dabei auf Angaben von US-Beamten, die namentlich nicht genannt werden.
Bei diesen möglichen Bodenoperationen handelt es sich der Zeitung zufolge nicht um eine vollständige Invasion. Die Rede ist stattdessen unter anderem von einzelnen Spezialeinsätzen des US-Militärs in Iran. Solche Pläne werden laut »Washington Post« seit Wochen im Pentagon erarbeitet. Noch sei unklar, ob US-Präsident Donald Trump den Plan im Ganzen oder in Teilen genehmigen werde, heißt es in dem Bericht weiter.
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte der Zeitung: »Es ist die Aufgabe des Pentagon, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber ein Maximum an Handlungsspielraum zu verschaffen. Das bedeutet nicht, dass der Präsident eine Entscheidung getroffen hat.«
Berichte über den möglichen Einsatz von US-Bodentruppen in Iran waren zuletzt verstärkt aufgekommen. Auch, weil Washington Tausende Soldaten zusätzlich in den Nahen Osten verlegt. Mehr dazu, was Trumps Truppen im Persischen Golf ausrichten können, erfahren Sie hier. Und mehr über den Schlingerkurs des US-Präsidenten können Sie hier nachlesen.
Bei diesen möglichen Bodenoperationen handelt es sich der Zeitung zufolge nicht um eine vollständige Invasion. Die Rede ist stattdessen unter anderem von einzelnen Spezialeinsätzen des US-Militärs in Iran. Solche Pläne werden laut »Washington Post« seit Wochen im Pentagon erarbeitet. Noch sei unklar, ob US-Präsident Donald Trump den Plan im Ganzen oder in Teilen genehmigen werde, heißt es in dem Bericht weiter.
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte der Zeitung: »Es ist die Aufgabe des Pentagon, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber ein Maximum an Handlungsspielraum zu verschaffen. Das bedeutet nicht, dass der Präsident eine Entscheidung getroffen hat.«
Berichte über den möglichen Einsatz von US-Bodentruppen in Iran waren zuletzt verstärkt aufgekommen. Auch, weil Washington Tausende Soldaten zusätzlich in den Nahen Osten verlegt. Mehr dazu, was Trumps Truppen im Persischen Golf ausrichten können, erfahren Sie hier. Und mehr über den Schlingerkurs des US-Präsidenten können Sie hier nachlesen.
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Iran droht mit Angriffen auf israelische und US-Universitäten in der Golfregion
Die iranischen Revolutionswächter drohen mit Angriffen auf amerikanische und israelische Hochschuleinrichtungen in der Golfregion: Sie würden Ziel iranischer Vergeltungsmaßnahmen, nachdem Universitäten in der Hauptstadt Teheran mutmaßlich von US-israelischen Luftangriffen getroffen wurden. »Wenn die US-Regierung möchte, dass ihre Universitäten in der Region verschont bleiben, muss sie in einer offiziellen Erklärung bis Montagmittag um 12 Uhr die Bombardierung der (iranischen) Universitäten verurteilen«, erklärten die Revolutionswächter in iranischen Medien.
Alle »Mitarbeiter, Professoren und Studenten amerikanischer Universitäten in der Region« sowie Anwohner der dortigen Campusgelände sollten sich mindestens einen Kilometer von den Universitäten entfernen, hieß es in der Erklärung weiter.
Alle »Mitarbeiter, Professoren und Studenten amerikanischer Universitäten in der Region« sowie Anwohner der dortigen Campusgelände sollten sich mindestens einen Kilometer von den Universitäten entfernen, hieß es in der Erklärung weiter.
Bei Luftangriffen auf Teheran in der Nacht von Freitag auf Samstag war Medienberichten zufolge unter anderem die dortige technische Universität getroffen worden. Gebäude seien beschädigt worden, es habe jedoch keine Opfer gegeben.
Mehrere US-Universitäten haben regionale Zweigstellen in der Golfregion, darunter die Texas A&M University in Katar und die New York University in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Mehrere US-Universitäten haben regionale Zweigstellen in der Golfregion, darunter die Texas A&M University in Katar und die New York University in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Texas A&M University in Katar (2011). Foto: Osama Faisal / AP
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Hunderte Israelis protestieren gegen Irankrieg
Einen Monat nach Beginn des Irankriegs haben Hunderte Menschen in Tel Aviv und weiteren israelischen Städten gegen den Krieg demonstriert.
Polizisten in Tel Aviv gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor und stießen Protestierende zu Boden, mindestens ein Teilnehmer wurde in den Würgegriff genommen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Proteste waren nicht genehmigt; aus Furcht vor iranischen Angriffen sind größere Menschenansammlungen in Israel derzeit verboten. Die Polizei erklärte, die »illegale Demonstration« sei aufgelöst worden. 13 Menschen wurden demnach festgenommen.
Polizisten in Tel Aviv gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor und stießen Protestierende zu Boden, mindestens ein Teilnehmer wurde in den Würgegriff genommen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Proteste waren nicht genehmigt; aus Furcht vor iranischen Angriffen sind größere Menschenansammlungen in Israel derzeit verboten. Die Polizei erklärte, die »illegale Demonstration« sei aufgelöst worden. 13 Menschen wurden demnach festgenommen.
Demonstranten und Sicherheitskräfte bei einer Anti-Kriegs-Demonstration in Tel Aviv. Foto: Tyrone Siu / Reuters
Auch in Haifa gab es laut Polizei fünf Festnahmen, nachdem Protestteilnehmer eine Straße blockiert hatten. Die Organisatoren von der jüdisch-arabischen Gruppe Standing Together erklärten, die Polizei habe Anweisung, Demonstranten festzunehmen und »Widerstand zu unterdrücken«. Die Regierung fürchte eine Ausweitung der Protestbewegung.
Seit Kriegsbeginn am 28. Februar gehen in Israel allwöchentlich Menschen auf die Straße. Anfangs nahmen nur einige Dutzend Menschen an den Protesten teil, inzwischen wächst die Teilnehmerzahl.
Seit Kriegsbeginn am 28. Februar gehen in Israel allwöchentlich Menschen auf die Straße. Anfangs nahmen nur einige Dutzend Menschen an den Protesten teil, inzwischen wächst die Teilnehmerzahl.
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Iran will Straße von Hormus offenbar für pakistanische Schiffe öffnen
Iran lockert nach pakistanischen Angaben für bestimmte Schiffe seine Blockade der für die Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus. »Die iranische Regierung hat zugestimmt, 20 weiteren Schiffen unter pakistanischer Flagge die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gestatten«, schrieb Pakistans Vize-Premierminister und Außenminister Ishaq Dar auf X. Nach seinen Worten werden täglich zwei dieser Schiffe die Meerenge passieren. Dar sprach von einem bedeutenden Schritt in Richtung Frieden.
Beobachter bewerten das Vorgehen als vertrauensbildende Maßnahme im Rahmen von Vermittlungen zur Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten.
Beobachter bewerten das Vorgehen als vertrauensbildende Maßnahme im Rahmen von Vermittlungen zur Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten.
Iran blockiert seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf das Land die Straße von Hormus, über die große Teile des Öl- und Gastransports laufen. Die Preise für diese Energieträger sind in der Folge stark gestiegen. Teheran hatte nach US-Regierungsangaben vom Donnerstag zuvor schon zehn Öltankern die Durchfahrt erlaubt, darunter waren Schiffe unter pakistanischer Flagge. »Dialog, Diplomatie und solche vertrauensbildenden Maßnahmen sind der einzige Weg nach vorn«, schrieb Minister Dar.
- Mehr Hintergründe hier: Millionenmaut an Straße von Hormus – Iran kassiert und provoziert
Dar hatte zuvor mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi telefoniert und die Notwendigkeit einer Deeskalation betont, wie das pakistanische Außenministerium am späten Samstagabend (Ortszeit) mitteilte. Am Sonntag sollen sich die Außenminister der Türkei, Ägyptens und Saudi-Arabiens mit Dar in Islamabad treffen, um über die Situation in der Region zu sprechen.
Wie viele Schiffe genau im Persischen Golf noch feststecken, ist unklar. Die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) hatte vor einigen Tagen von rund 2000 Schiffen und rund 20.000 betroffenen Seeleuten gesprochen. Vor Kriegsbeginn passierten laut IMO im Februar durchschnittlich 129 Schiffe pro Tag die Straße von Hormus.
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
hier halten wir Sie auch in den kommenden Stunden über alles Wichtige rund um den Irankrieg auf dem Laufenden. Wenn Sie nachlesen wollen, was am Samstag geschah, dann bitte hier entlang.
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Mit Material der Agenturen

Facts Only

The Huthi militia, backed by Iran, launched drone and cruise missile attacks on southern Israel on Saturday morning and evening.
Israeli defenses intercepted the projectiles, with no reported damage or casualties.
The Huthi militia confirmed the attacks, stating they targeted strategic and military sites in southern Israel.
The Pentagon is reportedly preparing for potential ground operations in Iran, including special forces missions, though approval from President Trump remains unclear.
Iran’s Revolutionary Guards threatened to attack U.S. and Israeli universities in the Gulf region, demanding a U.S. condemnation of alleged strikes on Iranian universities by Monday.
Iran has partially lifted its blockade of the Strait of Hormuz, allowing 20 Pakistani-flagged ships to pass daily.
Hundreds of Israelis protested against the war in Tel Aviv and other cities, with police dispersing demonstrations and arresting participants.
Protests in Israel have grown since the war began on February 28, with organizers accusing authorities of suppressing dissent.

Executive Summary

The conflict in the Middle East has intensified with multiple developments. The Iran-backed Huthi militia in Yemen launched two consecutive attacks on Israel, firing drones and cruise missiles toward southern Israel, though most were intercepted by Israeli defenses. Meanwhile, the Pentagon is reportedly preparing for potential ground operations in Iran, though the scope and approval remain uncertain. Iran has threatened retaliatory strikes against U.S. and Israeli universities in the Gulf region, alleging prior attacks on Iranian academic institutions. Additionally, Iran has partially eased its blockade of the Strait of Hormuz, allowing limited passage for Pakistani-flagged ships, a move seen as a de-escalatory gesture. Domestic protests in Israel against the war have grown, with police clashing with demonstrators amid restrictions on large gatherings due to security concerns.
The situation reflects a complex web of regional tensions, with proxy conflicts, direct military threats, and diplomatic maneuvers shaping the dynamics. While some actions suggest efforts to reduce hostilities, others indicate an escalating risk of broader confrontation.

Full Take

The strongest version of this narrative highlights a rapidly escalating conflict with multiple fronts: direct military engagements, proxy attacks, and diplomatic signaling. The Huthi strikes on Israel, coupled with Iran’s threats against Gulf universities, underscore Tehran’s strategy of asymmetric warfare and regional leverage. The Pentagon’s reported preparations for ground operations in Iran, even if limited, suggest a potential shift in U.S. military posture, raising the stakes for direct confrontation. Meanwhile, Iran’s partial easing of the Hormuz blockade could signal a willingness to de-escalate or a tactical maneuver to divide opposition.
Patterns detected: ARC-0024 Ambiguity (vague threats against universities without clear evidence of prior attacks), ARC-0043 Motte-and-Bailey (Iran’s conditional offer to spare universities if the U.S. condemns unspecified strikes).
Root cause: The conflict is driven by long-standing geopolitical rivalries, with Iran and its proxies challenging U.S. and Israeli influence. The war’s expansion risks drawing in additional actors, from regional powers to global energy markets.
Implications: Human agency is constrained by the logic of escalation, with civilians in Israel, Yemen, and the Gulf facing direct and indirect consequences. The economic fallout from Hormuz disruptions could further destabilize global markets, while protests in Israel reveal domestic fractures over war policies.
Bridge questions: How might Iran’s partial blockade easing affect broader diplomatic efforts? What unseen costs are civilians bearing in this conflict? Could the Huthi attacks signal a new phase of proxy warfare beyond Gaza?
Counterstrike scan: A coordinated influence campaign would amplify fears of imminent war, exaggerate threats, and frame all actions as binary (e.g., "Iran vs. the West"). While the article presents multiple perspectives, the lack of independent verification for some claims (e.g., Pentagon plans) aligns with patterns of strategic ambiguity. The content does not fully match a hypothetical attack playbook but reflects the fog of war.