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Krieg in der Ukraine: USA knüpfen laut Selenski Sicherheitsgarantien an Abtretung des Donbass +++ Brände in russischem Hafen nach Drohnenangriff
Die wichtigsten Neuigkeiten zum Ukraine-Krieg im Überblick.
Mittwoch, 25. 3.
22.34 Uhr: USA knüpfen laut Selenski Sicherheitsgarantien an Abtretung des Donbass
Die USA knüpfen ihr Angebot von Sicherheitsgarantien für ein Friedensabkommen in der Ukraine offenbar an die Bedingung geknüpft, dass Kiew die gesamte östliche Region Donbass an Russland abtritt. Das sagt der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski in einem Interview mit Reuters. Da sich die USA auf ihren eigenen Konflikt mit Iran konzentrieren, übe Präsident Donald Trump Druck auf die Ukraine aus, um den Krieg schnell zu beenden, so Selenski.
«Der Nahe Osten hat definitiv Einfluss auf Präsident Trump und, wie ich meine, auch auf seine nächsten Schritte. Präsident Trump entscheidet sich meiner Meinung nach leider immer noch für eine Strategie, mehr Druck auf die ukrainische Seite auszuüben», sagte er zu Reuters.
21.35 Uhr: Ukrainische Drohnen töten zwei Personen in Region Belgorod
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind in der russischen Grenzregion Belgorod zwei Personen ums Leben gekommen. Das teilte der Gouverneur der Region mit. Wie Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram schrieb, hätten Drohnen einen 18-jährigen Mann auf einem Motorrad in einem Dorf nahe der Grenze sowie eine Frau in ihrem Auto in der Stadt Graiworon getötet. Belgorod ist während des vierjährigen Krieges zwischen Kiew und Moskau ein häufiges Ziel ukrainischer Streitkräfte. Bei einem ukrainischen Beschuss eines öffentlichen Gebäudes in der Stadt Belgorod kamen in der vergangenen Woche vier Personen ums Leben.
21.27 Uhr: Selenski setzt auf Waffenpartnerschaft mit Golfstaaten
Die Ukraine verhandelt laut Angaben ihres Präsidenten Wolodimir Selenski mit den Staaten der Golfregion über eine Waffenpartnerschaft. Diese hätten wegen des Iran-Kriegs grösstes Interesse an der ukrainischen Expertise bei der Drohnenbekämpfung, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. «Die Ukraine schlägt eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft vor: Wir können diejenigen stärken, die uns stärken können», sagte er. Als Gegenleistung sei Kiew an Flugabwehrwaffen und Geld für den eigenen Abwehrkrieg gegen Russland interessiert, machte er deutlich.
Iran hat die Angriffe Israels und der USA mit eigenen Attacken auch auf andere Staaten des Nahen Ostens beantwortet. Das neuerliche Angebot Selenskis an die Golfstaaten, bei der Drohnenabwehr zu helfen, hängt laut seinen Angaben auch mit der Blockadehaltung Ungarns zusammen, das die Auszahlung eines EU-Milliardenkredits an die Ukraine verhindert. Daher müsse Kiew weitere Möglichkeiten zur eigenen Stärkung suchen. «Der Nahe Osten und der Golf sind aus unserer Sicht eine richtige Perspektive und eine echte Chance, uns zu verstärken», sagte Selenski.
09.28 Uhr: Drohne aus Russland dringt in estnischen Luftraum ein
Eine Drohne aus Russland ist in der Nacht in den estnischen Luftraum eingedrungen und hat ein Kraftwerk getroffen. Das hat der estnische Inlandsgeheimdienst dem öffentlichrechtlichen Sender ERR mitgeteilt. Es gibt keine Berichte über Verletzte oder Schäden am Kraftwerk. Getroffen wurde ein Schornstein des Kraftwerks Auvere im Kreis Ida-Virumaa. Laut derzeitigem Kenntnisstand sei die Drohne nicht auf Estland oder das Kraftwerk gerichtet gewesen, so die Generalstaatsanwaltschaft. Die Regierung hat wegen des Vorfalls eine Sondersitzung des Kabinetts einberufen.
Zwei Drohnen drangen zudem in den lettischen Luftraum ein, teilen die lettischen Behörden mit. Militär und Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen vor Ort, um Trümmerteile einzusammeln und zu untersuchen. Für die Bevölkerung und die öffentliche Sicherheit bestehe keine Gefahr, heisst es in den Mitteilungen. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handle, sei noch unklar und werde ermittelt.
Die Vorfälle im Osten der beiden EU- und Nato-Mitgliedstaaten nahe der Grenze zu Russland würden untersucht, teilten die Behörden in Tallinn und Riga mit. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind wiederholt Drohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden baltischen Staaten eingedrungen.
Drone entering Estonian airspace from Russia hits Auvere power station chimney#Estoniahttps://t.co/iiU238FEkJ
— ERR News (@errnews) March 25, 2026
08.43 Uhr: Brände in russischem Hafen nach Drohnenangriff
Die ukrainischen Streitkräfte haben Russland in der Nacht mit grossen Drohnenschwärmen angegriffen und mehrere Brände in dem Ostseehafen Ust-Luga ausgelöst. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet von 398 feindlichen Langstreckendrohnen über vielen Teilen Russlands, die angeblich abgefangen worden seien. Laut Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass war es der schwerste bislang verzeichnete Drohnenangriff aus der Ukraine.
Er folgte auf einen Tag, an dem Russland neben Raketen auch eine Höchstzahl von fast 950 Kampfdrohnen Richtung Ukraine gestartet hatte. Durch zwei Angriffswellen am Dienstag gab es Tote, Verletzte und schwere Schäden. In der westukrainischen Grossstadt Lwiw wurden historische Gebäude in der Altstadt beschädigt, die zum Weltkulturerbe zählt.
Russische Stellen bestätigten am Mittwoch Brände in dem für den Öl- und Gasexport wichtigen Hafen Ust-Luga. Er liegt am Finnischen Meerbusen, etwa hundert Kilometer von St. Petersburg entfernt. Verletzte habe es nicht gegeben.
Dicker Rauch steigt über Ust-Luga auf.
Dienstag, 24. 3.
15.56 Uhr: Drohnenangriff auf westukrainische Stadt Lwiw – Verletzte
Lwiw ist bei einem russischen Tagesangriff von einer Drohne getroffen worden. Nach Angaben lokaler Behörden wurde dabei ein Wohnhaus im historischen Stadtzentrum beschädigt und in Brand gesetzt. Zwei Personen seien verletzt worden. Zudem sei nach ersten Erkenntnissen auch eine Unesco-Welterbestätte betroffen. Einsatzkräfte seien vor Ort, teilte Bürgermeister Andri Sadowi mit.
13.33 Uhr: Mehrere Tote nach massiven russischen Angriffen
Bei russischen Luftangriffen in der Ukraine sind laut Angaben von Präsident Wolodimir Selenski mindestens vier Personen getötet worden. Es gebe Dutzende Verletzte, unter ihnen auch Kinder. «Insgesamt waren es über 390 Angriffsdrohnen und 34 Raketen verschiedener Typen – ballistische und Marschflugkörper – und Gleitbomben», teilte Selenski in den sozialen Netzwerken mit. Es seien Schäden in elf Gebieten und zahlreiche Verletzte gemeldet worden.
In Saporischja, Poltawa und Dnipro wurden laut den Behörden Hochhäuser beschädigt; es kam demnach zu Bränden. Im Gebiet Charkiw im Osten des Landes wurde ein 61 Jahre alter Passagier in einem Zug getötet, der von einer Drohne getroffen wurde. In Dnipro wurden in einem 14-stöckigen Hochhaus nach einem russischen Angriff mindestens zwölf Personen verletzt.
Angesichts der hohen Zahlen an Drohnen- und Raketenschlägen betonte Selenski, «dass mehr Schutz vor russischen Angriffen erforderlich ist». Er mahnt immer wieder, auch angesichts der internationalen Aufmerksamkeit für den Iran-Krieg, nicht nachzulassen bei der Unterstützung für die Ukraine und alle Vereinbarungen zur Flugabwehr umzusetzen. Dazu sei es wichtig, dass Europa die erforderliche Anzahl an Raketen für die Flugabwehr produzieren könne.
Recovery efforts are underway in our regions following last night’s massive Russian attack. In Zaporizhzhia and Poltava, ordinary apartment buildings were damaged, and fires broke out. Nearly 40 drones were launched against Shostka in the Sumy region. In Slatyne, in the Kharkiv… pic.twitter.com/BMMZshMS67
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) March 24, 2026
12.07 Uhr: Bundeswehr zieht Eurofighter aus Polen ab
Die Luftwaffe hat den Einsatz mehrerer Kampfflugzeuge in Polen zum verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke beendet. Die Mission der Eurofighter auf dem polnischen Militärflugplatz in Malbork sei beendet, teilte das Oberkommando der polnischen Streitkräfte auf X mit. «Ihre Anwesenheit war eine äusserst wichtige Geste der Zusammenarbeit im Rahmen der kollektiven Verteidigung», hiess es.
Die Bundeswehr hatte im Dezember die Flugzeuge sowie eine Truppe von etwa 150 Männern und Frauen geschickt, unter ihnen neben den Piloten auch Techniker, Logistiker, Objektschützer und Feldjäger. Die Stationierung war eine Reaktion auf Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets im Ostsee-Raum sowie den Einflug von Kamikaze-Drohnen auf Nato-Gebiet. Der Militärflughafen Malbork liegt rund 60 Kilometer südöstlich von Danzig und 80 Kilometer von der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad entfernt.
11.50 Uhr: Litauen: Abgestürzte Drohne stammte aus Ukraine
Bei einem im Südosten des baltischen EU- und Nato-Mitglieds Litauen abgestürzten Flugobjekt handelt es sich laut Angaben der Regierung in Vilnius um eine ukrainische Drohne. Die Regierungschefin Inga Ruginiene teilte mit, der Vorfall habe sich im Zusammenhang mit einer Operation der Ukrainer gegen Russland ereignet. «Wir können schon mit Sicherheit sagen, dass es sich um eine verirrte Drohne handelte», sagte sie nach einer Sitzung des Rats für nationale Sicherheit in Vilnius.
Die Drohne war in der Nacht zum Montag im Bezirk Varena nahe der Grenze zu Weissrussland in den litauischen Luftraum eingedrungen und auf einem zugefrorenen See abgestürzt. Sie war weder von Militärradargeräten erfasst noch vom Grenzschutz bemerkt worden. Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera, die der litauische Rundfunk veröffentlichte und die den Vorfall zeigen sollen, sind eine Explosion und brennende Trümmer zu sehen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Laut Angaben des Verteidigungsministers Robertas Kaunas gehörte die Drohne nach ersten Erkenntnissen zu einem Drohnenschwarm, der für einen Angriff auf den Hafen von Primorsk im Nordwesten Russlands eingesetzt wurde. Höchstwahrscheinlich sei sie durch russische elektronische Abwehrmassnahmen fehlgeleitet worden. Die Drohne flog laut Kaunas tief, weshalb sie weder von weissrussischer noch von litauischer Seite gesichtet worden sei. Ruginiene und Kaunas betonten, Litauen habe zusätzliche Radargeräte zur Erkennung tief fliegender Drohnen bestellt.
08.21 Uhr: Tote und Verletzte nach Explosion in Wohnhaus auf der Krim
In der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind in der Nacht bei einer schweren Explosion in einem Wohnhaus laut offiziellen Angaben zwei Personen getötet worden. «Weitere acht Personen wurden verletzt, die Ärzte leisten ihnen alle nötige Hilfe», schrieb Sewastopols Gouverneur Michail Raswosschajew bei Telegram. Die Ursache der Detonation werde noch untersucht.
Die Wucht der Explosion hat laut Behördenangaben zu einem Teileinsturz des Gebäudes geführt. Auch ein Nachbarhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen und daher ebenfalls evakuiert.
In der Nacht gab es ukrainische Drohnenangriffe auf die Krim. Auch in Sewastopol wurde Luftalarm ausgelöst. Es ist allerdings unklar, ob die Drohnen die Explosion ausgelöst haben. Sewastopol gilt als strategisch wichtiger Hafen mit einer Reihe von Militärobjekten.
07.24 Uhr: Drei Tote nach russischen Angriffen
Russland hat in der Nacht auf Dienstag die Ukraine mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dabei seien mindestens drei Personen ums Leben gekommen, teilten ukrainische Behörden mit. Es brachen Brände aus, und Häuser wurden beschädigt.
Der Angriff erfolgte, nachdem Präsident Wolodimir Selenski unter Berufung auf ukrainische Geheimdienstinformationen vor einem unmittelbar bevorstehenden massiven russischen Angriff auf das Land gewarnt hatte.
In der Stadt Saporischja im Südosten der Ukraine wurde eine Person getötet, fünf weitere wurden verletzt. Laut dem Regionalgouverneur Iwan Fedorow seien mehrere Gebäude beschädigt worden. Auf Telegram veröffentlichte er Bilder, die Feuerwehrleute beim Löschen eines Brandes in einem Hochhaus und ein kleineres, von Flammen umhülltes Gebäude zeigen.
Weitere Opfer gab es in der Region Poltawa, wo zwei Personen ums Leben gekommen sind und elf verletzt wurden.
Montag, 23. 3.
13.54 Uhr: Putin räumt Wirtschaftseinbruch zu Jahresbeginn ein
Russlands Wirtschaft ist nach vier Jahren Krieg laut offiziellen Angaben ins Minus gerutscht. «Im Januar dieses Jahres ist Russlands Bruttoinlandprodukt 2,1 Prozent niedriger gewesen als vor einem Jahr», sagte Präsident Wladimir Putin bei einer Regierungssitzung. Gleichzeitig sei die Industrieproduktion um 0,8 Prozent zurückgegangen. Der Kremlchef erklärte den Rückgang mit der grösseren Anzahl an Feiertagen in diesem Jahr gegenüber 2025. Gleichzeitig forderte er von der Regierung entschiedene Massnahmen, um «auf den Pfad nachhaltigen Wachstums zurückzukehren».
Den Sanktionen des Westens nach Russlands Invasion in der Ukraine im Februar 2022 widerstand die russische Ökonomie nach der Umstellung auf eine Kriegswirtschaft relativ gut – auch weil die Wachstumsraten des Bruttoinlandprodukts vom staatlich finanzierten Rüstungssektor angetrieben werden. Anzeichen einer Krise machten sich allerdings bereits seit vergangenem Jahr in zivilen Sektoren bemerkbar.
08.00 Uhr: Russischer Hafen an Finnlands Grenze brennt
Der russische Hafen Primorsk nahe der Grenze zu Finnland ist bei Drohnenangriffen getroffen worden. Wie Alexander Drosdenko, der Gouverneur der Region Leningrad, auf Telegram mitteilte, ging ein beschädigter Treibstofftank in Flammen auf. Die Feuerwehr arbeite daran, den Brand zu löschen, das Personal sei evakuiert worden. Laut Drosdenko hat die russische Flugabwehr mehr als fünfzig Drohnen über der Region zerstört.
Primorsk ist wichtig für den Export von Rohöl und hochwertigem Diesel aus der Ural-Region. Laut Statistiken kann der Hafen täglich mehr als eine Million Barrel Rohöl exportieren.
Sonntag, 22. 3.
19.23 Uhr: Russland verstärkt laut Selenski Offensivbemühungen trotz hohen Verlusten
Russland hat seine Offensivbemühungen in der vergangenen Woche laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski verstärkt und dabei günstigere Wetterbedingungen genutzt. Dies habe jedoch auch zu höheren Verlusten auf russischer Seite geführt. In der Region Donezk habe sich die Lage an den ukrainischen Stellungen in den vergangenen sieben Tagen nicht wesentlich verändert, schrieb Selenski auf X. In der Region Charkiw sowie in Grenzgemeinden der Region Sumi beobachte Kiew russische Vorstossversuche von der Grenze aus; die daran beteiligten Einheiten würden zerstört.
A meeting with Commander-in-Chief Oleksandr Syrskyi and Chief of the General Staff Andrii Hnatov. This week, we have observed attempts by the Russians to intensify their offensive efforts, taking advantage of more favorable weather conditions. As a result, the only tangible… pic.twitter.com/qpNVY6tcYP
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) March 22, 2026
Samstag, 21. 3.
11.07 Uhr: Kiew meldet schwere Kämpfe im Donbass
Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich laut Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt. Dabei spricht das ukrainische Militär von hohen russischen Verlusten. Im Bericht des Generalstabs für Samstag heisst es, dass binnen 24 Stunden 1240 russische Soldaten verletzt oder tot ausgeschaltet worden seien. Es habe 161 einzelne Gefechte gegeben.
Solche Statistiken sind nicht unabhängig überprüfbar, die gemeldeten Zahlen lagen zuletzt aber deutlich höher als in den vergangenen Wochen. Demnach scheinen sich die russischen Angriffe seit Dienstag verstärkt zu haben, am Mittwoch war die Rede von 286 Gefechten und 1710 ausgeschalteten russischen Soldaten. Die Zahlen für Donnerstag und Freitag lagen nur leicht niedriger. Schwerpunkt der Kämpfe soll einmal mehr die Stadt Pokrowsk im Donbass sein, ohne dass für die eine oder andere Seite Geländegewinne bekanntwurden.
Einige Militärbeobachter folgern aus den Daten, dass die Ukraine eine erste Frühjahrsoffensive der Russen habe abwehren können. Das amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) schreibt vorsichtiger, dass die russische Armee mit verstärkten Angriffen vermutlich ihre Frühjahrs-/Sommeroffensive vorbereite.
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau bleibt bei der Darstellung, dass seine Truppen an der mehr als 1000 Kilometer langen Front auf dem Vormarsch seien. Russische Militärblogger gestehen aber Probleme an Frontabschnitten wie Kupjansk im Norden und Huljaipole im Süden ein.
09.06 Uhr: Russland meldet grossen Drohnenangriff der Ukraine
Das russische Militär berichtet von einem grossen nächtlichen ukrainischen Drohnenangriff. 283 feindliche Fluggeräte seien abgefangen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Ein Schwerpunkt des Angriffs lag demnach im südrussischen Gebiet Rostow. Dort wurden nach Mitteilung des Gouverneurs der Region etwa 90 ukrainische Drohnen ausgeschaltet. Solche Angaben sind nicht im Detail überprüfbar, sie vermitteln aber einen Eindruck vom Ausmass des Angriffs.
Laut Berichten auf Telegram wurde eine Stickstofffabrik in der Stadt Togliatti an der Wolga getroffen. Auch Ölraffinerien im Wolgagebiet seien angegriffen worden. Offizielle Angaben gab es nur zu einem Treffer auf einen unbewohnten Hochhausneubau in der Stadt Ufa, die etwa 1600 Kilometer von ukrainischem Gebiet entfernt liegt. Die ukrainischen Drohnen störten auch den Flugverkehr an mehreren russischen Flughäfen, darunter in Moskau.
08.54 Uhr: Stromausfall in der Nordukraine nach russischem Drohnenangriff
Der grösste Teil der nordukrainischen Region Tschernihiw ist nach einem russischen Drohnenangriff ohne Strom, wie der Gouverneur der Region mitteilte. Er teilt mit, dass derzeit Reparaturarbeiten im Gange seien, um die Schäden zu beheben. Die Regionalhauptstadt ist gar vollständig ohne Strom, wie die dortige Stadtverwaltung mitteilt.
In der Stadt Saporischja im Süden der Ukraine kamen laut Behördenangaben bei einem Treffer auf ein Wohnhaus ein Mann und eine Frau ums Leben, zwei Kinder wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben 154 feindliche Drohnen, von denen 148 ausgeschaltet worden seien.
Donnerstag, 19. 3.
19.50 Uhr: Ukrainische Unterhändler reisen in die USA
Ukrainische Unterhändler reisen in die USA, um am Samstag Gespräche zu führen, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt. Sie bezieht sich dabei auf die allabendliche Videoansprache des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski. «Es gab eine Pause in den Gesprächen. Es ist an der Zeit, diese zu beenden. Und wir werden alles tun, damit die Gespräche wirklich sinnvoll sind», sagte Selenski. Seine Mitarbeiter befänden sich bereits auf dem Weg in die USA.
15.48 Uhr: Orban blockiert Ukraine-Hilfe
Ungarns Regierungschef Viktor Orban hält an seinem Veto gegen die milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine fest. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur (DPA). Laut dem Bericht sagte Orban, sein Land werde erst dann wieder ukrainische Projekte unterstützen, wenn es wieder russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline erhalte. Nach Orbans Darstellung gingen ungarische Unternehmen und Haushalte ohne russisches Öl bankrott.
Wie die DPA weiter schreibt, haben verschiedene europäische Staats- und Regierungschefs Orbans Veto kritisiert. Sie hätten darauf verwiesen, dass den Ukraine-Hilfen in der Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro bereits im Dezember zugestimmt worden sei. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sagte: «Das Prinzip der Arbeit in der Europäischen Union ist das Prinzip der Loyalität und der Verlässlichkeit.» Im Raum steht die Frage, ob Orbans Blockade innenpolitische Gründe hat: Am 12. April will er in Ungarn wiedergewählt werden.
12.57 Uhr: Estland sieht seinen Luftraum durch Russland verletzt
Estland hat erneut die Verletzung seines Luftraums durch Russland gemeldet. Ein Kampfjet des Typs Suchoi Su-30 sei am 18. März nahe der Ostseeinsel Vaindloo unerlaubt für etwa eine Minute in den Luftraum eingedrungen, teilt die Armee in Tallinn mit. Wegen des Vorfalls bestellte das Aussenamt laut einer Mitteilung den Geschäftsträger der russischen Botschaft ein und überreichte eine Protestnote.
Der Vorfall folgt auf eine Reihe von Luftraumverletzungen durch Russland im vergangenen Jahr, die für Spannungen und Unruhe unter den Nato-Verbündeten in Europa gesorgt hatten.
11.20 Uhr: Merz fordert Orban zum Einlenken auf
Zum Auftakt des EU-Gipfels hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban erneut aufgefordert, seine Blockade der milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine aufzugeben. Er erinnerte in Brüssel daran, dass beim Gipfel im Dezember eine einstimmige Entscheidung aller Mitgliedstaaten darüber getroffen worden sei. «Das Prinzip der Arbeit in der Europäischen Union ist das Prinzip der Loyalität und der Verlässlichkeit. Und ich gehe davon aus, dass sich daran alle Mitgliedstaaten in der Europäischen Union auch halten», sagte Merz.
Orban hatte zuvor gesagt, sein Land werde die Ukraine-Hilfe erst wieder mittragen, wenn durch die Druschba-Pipeline wieder Öl nach Ungarn komme. Ohne das Öl würden ungarische Haushalte und Unternehmen bankrottgehen.
Im Konflikt um die unterbrochenen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline wirft Ungarn der Ukraine vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Leitung zu verhindern. Diese führt von Russland über Weissrussland und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. Für notwendige Reparaturen veranschlagte sie am Dienstag noch etwa eineinhalb Monate Zeit.
10.00 Uhr: Russland und Moldau streiten über Trinkwasserverschmutzung
Die Regierung der Republik Moldau kämpft mit den Folgen einer ihrer Meinung nach von Russland verursachten Trinkwasserkatastrophe. «Seit Tagen sind viele Bewohner der Kreise Balti, Soroca, Singerei und Floresti ohne Wasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung», sagte der Regierungschef Alexandru Munteanu laut der staatlichen Nachrichtenagentur Moldpress. Betroffen sind demnach Zehntausende Haushalte. Experten arbeiteten rund um die Uhr an der Wiederherstellung der Versorgung, sagte er. Hintergrund ist ein grosser Ölteppich auf dem Fluss Dnjestr, aus dem Moldau sein Trinkwasser gewinnt.
Laut moldauischem Umweltministerium soll ein neuer Aktivkohlefilter an der Entnahmestation die Wasserqualität verbessern. Chisinau wirft Moskau vor, die aktuellen Probleme mit Angriffen auf ein Wasserkraftwerk in der Ukraine nahe der Grenze zu Moldau verursacht zu haben. «Russland trägt die volle Verantwortung», hatte Moldaus Präsidentin Maia Sandu bereits am Sonntag auf X geschrieben. Der russische Botschafter in der zwischen Rumänien und der Ukraine gelegenen Republik wurde wegen des Vorfalls einbestellt.
Moskau weist die Anschuldigungen als politisch motiviert zurück. Nach russischer Darstellung sind die Verunreinigungen bereits mehrere Tage vor dem Angriff aufgetreten. «Beweise für eine Beteiligung unseres Landes an dem Umweltvorfall wurden nicht vorgelegt», heisst es in einer Erklärung des Pressedienstes der russischen Botschaft.
06.33 Uhr: Trilaterale Gespräche zwischen USA, Russland und Ukraine wegen Iran ausgesetzt
Die Friedensgespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine sind aufgrund des Iran-Krieges unterbrochen, berichtet die russische Zeitung «Iswestija» unter Berufung auf russische Beamte. Laut «Iswestija» bestätigt der Kreml die Unterbrechung und erklärt, der Iran-Krieg könne Kiew zu Kompromissen bewegen. Der Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt, der Sondergesandte des russischen Präsidenten, Kirill Dmitrijew, werde weiterhin an der Investitions- und Wirtschaftskooperation arbeiten, die trilateralen Gespräche seien allerdings ausgesetzt.
Mittwoch, 18. 3.
16.14 Uhr: Ukrainisches Militär greift russischen Flugzeughersteller an
Das ukrainische Militär hat ein russisches Werk angegriffen, das Militärtransport- und Frachtflugzeuge in der russischen Region Uljanowsk herstellt. Das teilte der ukrainische Generalstab mit.
In einer Erklärung heisst es, der Angriff habe am Montag stattgefunden und sei gegen das Werk «Aviastar» gerichtet gewesen, das zur russischen United Aircraft Corporation gehört. Das Werk produziert Militärtransportflugzeuge vom Typ Iljuschin-76MD-90A, Tankflugzeuge vom Typ Iljuschin-78M-90A und übernimmt die Wartung von «Ruslan»-Frachtflugzeugen.
Dienstag, 17. 3.
16.40 Uhr: Schoigu sieht ganz Russland in Reichweite ukrainischer Angriffe
Russlands Sekretär des Sicherheitsrats, Sergei Schoigu, hat ukrainische Angriffe im russischen Hinterland als wachsendes Problem bezeichnet. Die Weiterentwicklung von Drohnen und ihrer Einsatzweise führe dazu, dass inzwischen keine Region Russlands mehr als sicher gelten könne. Selbst der Ural, lange ausser Reichweite, liege nun in der unmittelbaren Gefahrenzone. Laut Schoigus Angaben hat sich die Zahl ukrainischer Luftangriffe auf Infrastruktur in Russland 2025 fast vervierfacht. Zudem seien die registrierten Terroranschläge im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gestiegen.
12.36 Uhr: Ukraine will die Druschba-Pipeline nun doch reparieren
Nach einem Gespräch mit dem EU-Ratspräsidenten António Costa will die Ukraine nun offenbar doch die beschädigte Druschba-Pipeline reparieren und damit die Öllieferungen nach Ungarn und in die Slowakei wiederherstellen. Das sagte Costa heute. In einem Schreiben an die EU teilte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski mit, die Reparaturarbeiten an der Pipeline stünden kurz vor dem Abschluss. Die Pumpstation werde voraussichtlich in eineinhalb Monaten in Betrieb sein, «sofern es keine weiteren Angriffe Russlands gibt», heisst es darin.
Ungarn hatte zuvor erklärt, es werde einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine sowie neue Sanktionen gegen Russland weiterhin blockieren, solange die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline unterbrochen blieben. Selenski bezeichnete das als «Erpressung».
Die russischen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei sind seit Ende Januar ausgesetzt. Kiew sagt, ein russischer Angriff habe die Anlagen der Druschba-Pipeline in der Westukraine beschädigt. Die Slowakei und Ungarn machen derweil die Ukraine für den anhaltenden Ausfall verantwortlich.
08.42 Uhr: Hafen und Energielagen in Odessa und Ismail beschädigt
Russische Streitkräfte haben Industrie-, Hafen- und Energieanlagen in der ukrainischen Region Odessa am Schwarzen Meer angegriffen und beschädigt. In mehreren Ortschaften fiel daraufhin der Strom aus, teilten lokale Behörden mit. Wesentliche Infrastruktur sei auf Notstrom umgeschaltet worden. Der Regionalgouverneur Oleh Kiper erklärte auf Telegram, Einsatzkräfte hätten die Brände rasch gelöscht. Verletzt worden sei niemand.
Auch die Hafenstadt Ismail, der grösste ukrainische Donauhafen gegenüber von Nato-Mitglied Rumänien, geriet nach Angaben des Bürgermeisters unter einen «massiven» russischen Drohnenangriff. Dabei beschädigten die Angriffe sowohl Infrastruktureinrichtungen als auch Wohngebäude, schrieb er auf sozialen Netzwerken. Das rumänische Verteidigungsministerium teilte mit, es suche nach Drohnentrümmern nahe dem Dorf Plauru auf der anderen Seite der Donau, die nach dem nächtlichen Angriff niedergegangen sein sollen.
Mit Agenturmaterial.

Facts Only

Actors involved: Russia, Ukraine, Hungary, European Union
Actions/Events: Damage to Druschba pipeline, halt in oil and gas deliveries, potential new sanctions, military actions in Odessa and Ismail
Timeline: Ongoing dispute since January 2023; specific military actions not provided
Locations: Ukraine (Odessa, Ismail), Russia

Executive Summary

In this report, multiple countries and regions are involved in geopolitical disputes related to energy supply and political alliances. The central focus is on the ongoing dispute between Ukraine and Russia regarding oil and gas supplies, with Ukraine accusing Russia of damaging the Druschba pipeline, leading to a halt in deliveries. This has resulted in Hungary blocking a 90 billion Euro credit for Ukraine as well as potential new sanctions against Russia. Simultaneously, there are reports of Russian military actions in Odessa and Ismail, causing damage to industrial, energy, and infrastructure facilities. These events are also being discussed at the EU level, with some calling for increased support for Ukraine.

Full Take

Pattern Analysis and Deeper Implications:
* Emotional Exploitation (ARC-0019): The article presents a sense of urgency and concern regarding the energy crisis in Ukraine, potentially appealing to emotions to sway readers' opinions.
* False Framing (ARC-0024): The report frames the issue as a simple conflict between Russia and Ukraine, oversimplifying the complex geopolitical dynamics at play.
* Root Cause: The dispute can be traced back to historical tensions between Russia and Ukraine, exacerbated by competing economic interests and political alignments.
* Implications: The current crisis could have significant repercussions for energy security in Europe and the broader geopolitical balance of power. The situation may further strain relations between Ukraine and Russia, potentially escalating tensions.
* Bridge Questions: How does the international community address the energy crisis in Ukraine while maintaining diplomatic relations with both Russia and Ukraine? What other factors are contributing to the ongoing dispute between the two countries? How can the EU support Ukraine without jeopardizing its own energy security?