TikTok kauft sich in den USA mit 400 Millionen Dollar aus einer heiklen Datenschutzklage frei. Ausgangspunkt war die 2024 eingereichte Klage des Justizministeriums, das der Plattform vorwarf, Kinder unter 13 Jahren trotz fehlender elterlicher Zustimmung Accounts anlegen zu lassen und damit gegen den Kinderdatenschutz zu verstoßen – ein Klassiker der Plattformökonomie, bei der Wachstum oft schneller skaliert als Verantwortung. Nun betont Washington, TikTok habe seither seine Privacy-Policies und Business-Praktiken deutlich nachgeschärft, während das Unternehmen auf Geburtsdateneingaben, Alterschecks und das Löschen zehntausender U13-Accounts verweist; ein Schuldeingeständnis, natürlich, ist der Deal offiziell nicht. Der Fall zeigt zugleich die Sollbruchstelle des Systems: Das Mindestalter von 13 Jahren ist branchenweit Standard, doch falsche Birthdates sind im Interface-Alltag fast schon ein Running Gag, und Kritiker monieren seit Jahren, dass die Plattformen beim Enforcement eher im Chill-Modus unterwegs sind. Politisch bekommt die Story zusätzlichen Wumms durch den Eigentümerwechsel von TikToks US-Geschäft Anfang 2026, den Donald Trump durchdrückte, damit nicht nur die App online bleibt, sondern auch die Daten von mehr als 200 Millionen US-Nutzern – zumindest auf dem Papier – aus dem geopolitischen Schleudergang geraten.
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Die Social-Media-Plattform TikTok hat eine Klage des US-Justizministeriums wegen des Sammelns der Daten von Kindern gegen eine Zahlung von 400 Millionen US-Dollar beigelegt. Die Klage stammte aus dem Jahr 2024 und warf dem Unternehmen vor, es habe Kinder unter 13 Jahren ohne Zustimmung ihrer Eltern Accounts anlegen lassen. Damit habe der Dienst gegen das Gesetz zum Datenschutz bei Kindern verstoßen, argumentierte die Behörde. Mit dem Vergleich sei kein Schuldeingeständnis verbunden, hieß es.
Seit Einreichung der Klage vor zwei Jahren habe TikTok nach Einschätzung des Justizministeriums erhebliche Änderungen an seinen Datenschutzrichtlinien und Geschäftspraktiken vorgenommen. Das US-Gemeinschaftsunternehmen von TikTok erklärte in Gerichtsunterlagen, dass alle Nutzer ihr Geburtsdatum angeben müssten. Zudem verfüge die Plattform über Systeme zur Altersüberprüfung und lösche Zehntausende Konten von Nutzern unter 13 Jahren.
Amerikanische Onlineplattformen legten wegen des Gesetzes zum Schutz von Daten von Kindern ein generelles Mindestalter von 13 Jahren fest. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Kinder Profile mit Angabe eines falschen Geburtsdatums einrichten. Kritiker werfen den Unternehmen vor, nicht entschieden genug dagegen vorzugehen.
