Skip to content
Chimera readability score 78 out of 100, Expert reading level.

Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.
Wichtige Updates
Lettland: Drohnen-Vorfall lässt Regierung platzen
Slowakei schließt kurzzeitig alle Grenzübergänge zur Ukraine
Tote bei russischem Drohnenangriff im Westen der Ukraine
Ukraine arbeitet bei KI-Einsatz im Krieg mit US-Konzern Palantir zusammen
Selenskij kritisiert Moskaus Rückkehr zum Krieg
Russland überzieht Ukraine mit massivem Luftangriff
Russland hat die Ukraine wenige Tage nach einer kurzzeitigen Waffenruhe mit einem der längsten Luftangriffe seit Beginn des Krieges überzogen. In der Nacht wurde landesweit Luftalarm ausgelöst, aus Kiew wurden Explosionen gemeldet. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko und dem Kyiv Independent stürzte ein Wohnhaus ein. Bislang soll es mindestens vier Verletzte geben, in den Trümmern werden Opfer befürchtet
Bereits am Mittwoch hatte Russland nach ukrainischen Angaben mehr als 800 Drohnen eingesetzt. Mindestens sechs Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt. Präsident Wolodimir Selenskij bezeichnet die Angriffe als „Terror“ und verweist auf den zeitlichen Zusammenhang mit dem China-Besuch von US-Präsident Donald Trump. Er hofft, dass Trump auf Peking einwirkt, damit China seine Unterstützung für Russlands Angriffskrieg beendet. Moskau will mit den Angriffen den Druck auf Kiew erhöhen: Kremlsprecher Dmitri Peskow fordert erneut, die Ukraine solle ihre Truppen aus dem Gebiet Donezk abziehen. Kiew lehnt Gebietsabtretungen an Russland kategorisch ab.
Bereits am Mittwoch hatte Russland nach ukrainischen Angaben mehr als 800 Drohnen eingesetzt. Mindestens sechs Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt. Präsident Wolodimir Selenskij bezeichnet die Angriffe als „Terror“ und verweist auf den zeitlichen Zusammenhang mit dem China-Besuch von US-Präsident Donald Trump. Er hofft, dass Trump auf Peking einwirkt, damit China seine Unterstützung für Russlands Angriffskrieg beendet. Moskau will mit den Angriffen den Druck auf Kiew erhöhen: Kremlsprecher Dmitri Peskow fordert erneut, die Ukraine solle ihre Truppen aus dem Gebiet Donezk abziehen. Kiew lehnt Gebietsabtretungen an Russland kategorisch ab.
Lettland: Drohnen-Vorfall lässt Regierung platzen
Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina hat ihre parlamentarische Mehrheit verloren. Die linke Progressive Partei entzog ihr die Unterstützung, nachdem Verteidigungsminister Andris Spruds am Wochenende entlassen worden war. Hintergrund war sein Umgang mit verirrten ukrainischen Drohnen, die aus Russland eingeflogen waren, ein Öllager in Lettland getroffen und Sachschäden verursacht hatten. Silina hatte ihm vorgeworfen, die Anti-Drohnen-Systeme des Landes seien nicht schnell genug eingesetzt worden.
Der Fraktionschef der Progressiven, Andris Suvajevs, forderte Präsident Edgars Rinkevics auf, umgehend Konsultationen zur Bildung einer neuen Regierung aufzunehmen. Silina könne entweder zurücktreten oder ein Misstrauensvotum abwarten, sagte Suvajevs. Die oppositionelle Vereinte Liste kündigte der Nachrichtenagentur BNS zufolge an, einen entsprechenden Antrag im Parlament einzubringen und bereit zu sein, die nächste Regierung zu führen.
Silina erklärte auf der Plattform X, sie berate sich mit ihrer Mitte-Rechts-Partei sowie dem grünen Koalitionspartner über das weitere Vorgehen. Rinkevics wird sich dem Sender LSM zufolge am Freitag mit allen Fraktionen treffen. In der Regierungskoalition gab es schon seit längerem Meinungsverschiedenheiten – ihr Fortbestand stand wiederholt auf der Kippe. Silina hatte zuvor erklärt, dass im Falle eines Austritts der Progressiven aus der Koalition eine Übergangsregierung ihre Arbeit aufnehmen werde. Lettland wählt am 3. Oktober ein neues Parlament.
Unterdessen kündigte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij an, Experten nach Lettland zu entsenden, um das Land beim Schutz seines Luftraums zu unterstützen. Man wolle Erfahrungen austauschen und direkte Hilfe leisten, um Europas Verteidigung zu stärken, erklärte Selenskij.
Der Fraktionschef der Progressiven, Andris Suvajevs, forderte Präsident Edgars Rinkevics auf, umgehend Konsultationen zur Bildung einer neuen Regierung aufzunehmen. Silina könne entweder zurücktreten oder ein Misstrauensvotum abwarten, sagte Suvajevs. Die oppositionelle Vereinte Liste kündigte der Nachrichtenagentur BNS zufolge an, einen entsprechenden Antrag im Parlament einzubringen und bereit zu sein, die nächste Regierung zu führen.
Silina erklärte auf der Plattform X, sie berate sich mit ihrer Mitte-Rechts-Partei sowie dem grünen Koalitionspartner über das weitere Vorgehen. Rinkevics wird sich dem Sender LSM zufolge am Freitag mit allen Fraktionen treffen. In der Regierungskoalition gab es schon seit längerem Meinungsverschiedenheiten – ihr Fortbestand stand wiederholt auf der Kippe. Silina hatte zuvor erklärt, dass im Falle eines Austritts der Progressiven aus der Koalition eine Übergangsregierung ihre Arbeit aufnehmen werde. Lettland wählt am 3. Oktober ein neues Parlament.
Unterdessen kündigte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij an, Experten nach Lettland zu entsenden, um das Land beim Schutz seines Luftraums zu unterstützen. Man wolle Erfahrungen austauschen und direkte Hilfe leisten, um Europas Verteidigung zu stärken, erklärte Selenskij.
Slowakei schließt kurzzeitig alle Grenzübergänge zur Ukraine
Die Slowakei hat am Mittwoch überraschend alle Grenzübergänge zur Ukraine geschlossen. Die staatliche Finanzverwaltung, die unter anderem für den Zoll zuständig ist, hatte den ungewöhnlichen Schritt mitgeteilt. In einer kurzen Pressemitteilung hieß es zunächst: „Aus Sicherheitsgründen sind heute seit etwa 15 Uhr bis auf Widerruf alle Grenzübergänge zur Ukraine geschlossen.“
Der slowakische TV-Nachrichtensender TA3 berichtete allerdings schon kurz danach unter Berufung auf die Polizei, die Übergänge seien nach etwa zwei Stunden wieder geöffnet worden. Die Schließung sei von der Ukraine ausgegangen, die slowakischen Behörden hätten darauf nach Absprache reagiert. Aus ukrainischen Quellen erfuhr der Sender schließlich, dass offenbar russische Drohnenangriffe im grenznahen Gebiet Karpato-Ukraine der Anlass für die Grenzschließung durch die ukrainischen Behörden gewesen war.
Der slowakische TV-Nachrichtensender TA3 berichtete allerdings schon kurz danach unter Berufung auf die Polizei, die Übergänge seien nach etwa zwei Stunden wieder geöffnet worden. Die Schließung sei von der Ukraine ausgegangen, die slowakischen Behörden hätten darauf nach Absprache reagiert. Aus ukrainischen Quellen erfuhr der Sender schließlich, dass offenbar russische Drohnenangriffe im grenznahen Gebiet Karpato-Ukraine der Anlass für die Grenzschließung durch die ukrainischen Behörden gewesen war.
Tote bei russischem Drohnenangriff im Westen der Ukraine
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Ukraine sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Die bei Tageslicht geflogenen Angriffe zielten auf kritische Infrastruktur im Westen des Landes und veranlassten das Nachbarland Polen, vorsorglich Kampfjets aufsteigen zu lassen, wie die polnische Armee am Mittwoch mitteilte. Der Luftraum des Nato-Mitglieds sei jedoch nicht verletzt worden. Die ungarische Außenministerin Anita Orbán verurteilte die Angriffe und kündigte an, diese würden Thema bei der ersten Kabinettssitzung der neuen Regierung im Laufe des Tages sein. Die Slowakei teilte mit, aus Sicherheitsgründen ihre Grenze zum Westen der Ukraine zu schließen.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sprach zu Beginn der Welle von mehr als 100 russischen Drohnen im Luftraum und später von mehr als 800. Russland setze seine Angriffe rücksichtslos fort und nehme dabei gezielt die Eisenbahninfrastruktur sowie zivile Einrichtungen ins Visier, erklärte Selenskij zunächst auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Es sei wichtig, jeden Angriff entschlossen abzuwehren und nicht über den russischen Krieg zu schweigen. Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR teilte mit, der Angriff solle die ukrainische Luftverteidigung überlasten. Die Behörde warnte vor nachfolgenden Raketenangriffen und einem möglicherweise länger andauernden Beschuss. Ziel seien Energieanlagen, Rüstungsbetriebe und Regierungsgebäude in Großstädten.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sprach zu Beginn der Welle von mehr als 100 russischen Drohnen im Luftraum und später von mehr als 800. Russland setze seine Angriffe rücksichtslos fort und nehme dabei gezielt die Eisenbahninfrastruktur sowie zivile Einrichtungen ins Visier, erklärte Selenskij zunächst auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Es sei wichtig, jeden Angriff entschlossen abzuwehren und nicht über den russischen Krieg zu schweigen. Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR teilte mit, der Angriff solle die ukrainische Luftverteidigung überlasten. Die Behörde warnte vor nachfolgenden Raketenangriffen und einem möglicherweise länger andauernden Beschuss. Ziel seien Energieanlagen, Rüstungsbetriebe und Regierungsgebäude in Großstädten.
Es war der erste derart schwere Angriff seit dem Ende einer von den USA vermittelten, kurzzeitigen Feuerpause. Einem Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums zufolge zeigt das Vorgehen, wie Moskau seine Taktik anpasst. Diesmal sei eine große Zahl von Drohnen in einer Entfernung von fünf bis zehn Kilometern entlang der Grenze zu Belarus geflogen, um die Luftverteidigung zu umgehen und in die westlichen Regionen vorzudringen.
Die Staaten an der Nato-Ostflanke forderten angesichts wiederholter russischer Luftraumverletzungen eine rasche Stärkung der Flugabwehr des Bündnisses. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die Staats- und Regierungschefs von 14 Bündnispartnern nach einem Treffen in Bukarest zudem russische Sabotageakte und hybride Angriffe.
Seit Beginn der Invasion vor mehr als vier Jahren hat Russland große Drohnen- und Raketenangriffe meist nachts verübt. In den vergangenen Monaten setzte das Militär jedoch häufiger tagsüber Hunderte Drohnen und Raketen ein. Moskau bestreitet, gezielt Zivilisten anzugreifen. Die Regierung in Kiew hat ihrerseits zuletzt ihre Angriffe auf die russische Energiewirtschaft verstärkt.
Die Staaten an der Nato-Ostflanke forderten angesichts wiederholter russischer Luftraumverletzungen eine rasche Stärkung der Flugabwehr des Bündnisses. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die Staats- und Regierungschefs von 14 Bündnispartnern nach einem Treffen in Bukarest zudem russische Sabotageakte und hybride Angriffe.
Seit Beginn der Invasion vor mehr als vier Jahren hat Russland große Drohnen- und Raketenangriffe meist nachts verübt. In den vergangenen Monaten setzte das Militär jedoch häufiger tagsüber Hunderte Drohnen und Raketen ein. Moskau bestreitet, gezielt Zivilisten anzugreifen. Die Regierung in Kiew hat ihrerseits zuletzt ihre Angriffe auf die russische Energiewirtschaft verstärkt.
Feuer in Russland nach ukrainischen Drohnenangriffen
Ukrainische Drohnenangriffe haben mehrere Brände in Russland ausgelöst. Die Ukraine habe eine gasverarbeitende Fabrik in Astrachan am Kaspischen Meer attackiert, teilte der Gouverneur der Region, Igor Babuschkin, auf Telegram mit. Herabstürzende Trümmer verursachten demnach ein Feuer. Verletzte gebe es nicht.
Auch in der südrussischen Region Krasnodar kam es nach Angaben des Zivilschutzstabs zu einem Brand auf dem Gelände einer Fabrik in der Siedlung Wolna im Kreis Temrjuk. Ein Mensch sei verletzt worden. Einen weiteren Verletzten sowie Schäden an mehreren Orten gab es demnach in Taman, ebenfalls durch Drohnentrümmer. Der Hafen von Taman wird zum Umschlag von Öl und Flüssiggas genutzt.
In der Stadt Jaroslawl nordöstlich von Moskau seien Drohnentrümmer auf ein Industrieobjekt gestürzt, teilte Gouverneur Michail Jewrajew mit; er nannte aber keine Details. Die Raffinerie der Stadt war schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, die Flugabwehr habe 286 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Der ukrainische Generalstab bestätigte Angriffe auf die Ölraffinerie in Jaroslawl und die Fabrik in Astrachan. Die Produktion in Jaroslawl sei wichtig für die Versorgung der russischen Armee, und die Fabrik in Astrachan sei an der Versorgung des militärisch-industriellen Komplexes Russlands beteiligt, hieß es in der Mitteilung zur Begründung.
Auch in der südrussischen Region Krasnodar kam es nach Angaben des Zivilschutzstabs zu einem Brand auf dem Gelände einer Fabrik in der Siedlung Wolna im Kreis Temrjuk. Ein Mensch sei verletzt worden. Einen weiteren Verletzten sowie Schäden an mehreren Orten gab es demnach in Taman, ebenfalls durch Drohnentrümmer. Der Hafen von Taman wird zum Umschlag von Öl und Flüssiggas genutzt.
In der Stadt Jaroslawl nordöstlich von Moskau seien Drohnentrümmer auf ein Industrieobjekt gestürzt, teilte Gouverneur Michail Jewrajew mit; er nannte aber keine Details. Die Raffinerie der Stadt war schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, die Flugabwehr habe 286 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Der ukrainische Generalstab bestätigte Angriffe auf die Ölraffinerie in Jaroslawl und die Fabrik in Astrachan. Die Produktion in Jaroslawl sei wichtig für die Versorgung der russischen Armee, und die Fabrik in Astrachan sei an der Versorgung des militärisch-industriellen Komplexes Russlands beteiligt, hieß es in der Mitteilung zur Begründung.
Mindestens zwei Tote nach russischem Angriff in der Ukraine
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach dem Ende der dreitägigen Waffenruhe mindestens zwei Menschen getötet worden. In Krywyj Rih starben nach Angaben des Regionalgouverneurs eine 65-jährige Frau und ein 43-jähriger Mann. Vier weitere Menschen wurden verletzt, darunter ein neun Monate altes Mädchen, das in kritischem Zustand ist.
Präsident Wolodimir Selenskij verurteilte den Angriff auf ein Wohnhaus als „zynisch“ und militärisch sinnlos. Russland töte nach der Waffenruhe wieder Ukrainerinnen und Ukrainer, schrieb er auf X. Deshalb dürfe der Druck auf Moskau nicht nachlassen. Krywyj Rih ist Selenskijs Heimatstadt und war bereits mehrfach Ziel russischer Angriffe. Die von US-Präsident Donald Trump vermittelte dreitägige Feuerpause war am Montag ausgelaufen. Moskau bestätigt inzwischen die Fortsetzung seiner Angriffe.
Russland meldete derweil einen größeren ukrainischen Drohnenangriff. In der Nacht wurden dem Verteidigungsministerium zufolge 286 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört. In der südlichen Region Krasnodar seien dabei Trümmerteile auf das Gelände einer Industrieanlage gestürzt und hätten ein Feuer ausgelöst, teilten die örtlichen Behörden mit. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten verstärkt Ziele weit in Russland und dabei vor allem auch Öl- und Gas-Anlagen ins Visier genommen, um die russische Kriegswirtschaft zu schwächen.
Präsident Wolodimir Selenskij verurteilte den Angriff auf ein Wohnhaus als „zynisch“ und militärisch sinnlos. Russland töte nach der Waffenruhe wieder Ukrainerinnen und Ukrainer, schrieb er auf X. Deshalb dürfe der Druck auf Moskau nicht nachlassen. Krywyj Rih ist Selenskijs Heimatstadt und war bereits mehrfach Ziel russischer Angriffe. Die von US-Präsident Donald Trump vermittelte dreitägige Feuerpause war am Montag ausgelaufen. Moskau bestätigt inzwischen die Fortsetzung seiner Angriffe.
Russland meldete derweil einen größeren ukrainischen Drohnenangriff. In der Nacht wurden dem Verteidigungsministerium zufolge 286 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört. In der südlichen Region Krasnodar seien dabei Trümmerteile auf das Gelände einer Industrieanlage gestürzt und hätten ein Feuer ausgelöst, teilten die örtlichen Behörden mit. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten verstärkt Ziele weit in Russland und dabei vor allem auch Öl- und Gas-Anlagen ins Visier genommen, um die russische Kriegswirtschaft zu schwächen.
Ukraine greift Gasanlagen tief in Russland an
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij Gasanlagen in der russischen Region Orenburg angegriffen. Die getroffenen Ziele liegen mehr als 1500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, sagt Selenskij in seiner täglichen Videoansprache.
Zudem arbeite Kiew mit europäischen Verbündeten an Technologien zur Abwehr ballistischer Raketen. An entsprechenden Gesprächen hätten sich 13 Länder sowie Vertreter der Nato beteiligt. „Insgesamt ist die aktuelle Position der Ukraine (...) auf dem höchsten Stand seit Jahren“, erklärt der Präsident. Dieses Niveau müsse gehalten werden.
Zudem arbeite Kiew mit europäischen Verbündeten an Technologien zur Abwehr ballistischer Raketen. An entsprechenden Gesprächen hätten sich 13 Länder sowie Vertreter der Nato beteiligt. „Insgesamt ist die aktuelle Position der Ukraine (...) auf dem höchsten Stand seit Jahren“, erklärt der Präsident. Dieses Niveau müsse gehalten werden.
Ukraine arbeitet bei KI-Einsatz im Krieg mit US-Konzern Palantir zusammen
Die Ukraine setzt beim Wettrüsten in der Nutzung Künstlicher Intelligenz auf dem Schlachtfeld auf Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Palantir. Die Zusammenarbeit mit dem Datenanalyse-Spezialisten solle ausgebaut werden, teilte Präsident Wolodimir Selenskij nach einem Treffen mit Palantir-Chef Alex Karp am Dienstag mit. „Palantir ist ein renommiertes globales Unternehmen mit großem Potenzial“, schrieb er auf der Online-Plattform X. Es gebe sicherlich Bereiche, in denen man sich gegenseitig nützlich sein und die Verteidigung der Ukraine, der USA und der Partner stärken könne.
Die Regierung in Kiew hat mit Palantir das Projekt „Brave1 Dataroom“ ins Leben gerufen. Dabei soll auf Grundlage von Kampfdaten, die seit der russischen Invasion im Jahr 2022 gesammelt wurden, eine KI zur Abwehr von Drohnen entwickelt werden. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow erklärte nach seinem Treffen mit Karp auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, Technologie, Datenanalyse und Berechnungen der Kriegsführung hätten direkte Auswirkungen auf das Geschehen auf dem Schlachtfeld.
Nach seinen Angaben trainieren bereits über 100 Unternehmen mit mehr als 80 Modellen zur Erkennung und zum Abfangen von Luftzielen. In Zusammenarbeit mit Palantir habe die Ukraine ein System zur detaillierten Analyse von Luftangriffen entwickelt, hieß es weiter. Zudem seien KI-Lösungen für die Verarbeitung großer Mengen an Geheimdienstdaten implementiert und die Technologien in die Planung ukrainischer Angriffe tief im feindlichen Hinterland integriert worden.
Die Regierung in Kiew hat mit Palantir das Projekt „Brave1 Dataroom“ ins Leben gerufen. Dabei soll auf Grundlage von Kampfdaten, die seit der russischen Invasion im Jahr 2022 gesammelt wurden, eine KI zur Abwehr von Drohnen entwickelt werden. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow erklärte nach seinem Treffen mit Karp auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, Technologie, Datenanalyse und Berechnungen der Kriegsführung hätten direkte Auswirkungen auf das Geschehen auf dem Schlachtfeld.
Nach seinen Angaben trainieren bereits über 100 Unternehmen mit mehr als 80 Modellen zur Erkennung und zum Abfangen von Luftzielen. In Zusammenarbeit mit Palantir habe die Ukraine ein System zur detaillierten Analyse von Luftangriffen entwickelt, hieß es weiter. Zudem seien KI-Lösungen für die Verarbeitung großer Mengen an Geheimdienstdaten implementiert und die Technologien in die Planung ukrainischer Angriffe tief im feindlichen Hinterland integriert worden.
Laura Otter
Selenskij kritisiert Moskaus Rückkehr zum Krieg
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat Russland für das Wiederaufflammen der Kämpfe nach dem Auslaufen einer dreitägigen Waffenruhe verantwortlich gemacht. „Russland hat sich dafür entschieden, die teilweise Stille zu beenden, die mehrere Tage geherrscht hat“, schrieb Selenskij auf dem Portal X. „Über Nacht sind mehr als 200 Kampfdrohnen Richtung Ukraine gestartet worden.“
Die Ukraine habe angekündigt, dies mit Gleichem zu vergelten. „Russland muss diesen Krieg beenden, und es ist Russland, das Schritte zu einem dauerhaften Waffenstillstand machen muss“, schrieb Selenskij. Die ukrainische Armee startete in den frühen Morgenstunden ebenfalls Drohnenangriffe auf den russischen Rückraum. Von Samstag bis Montag hatte eine dreitägige Waffenruhe gegolten, die von den USA vermittelt worden war.
Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte offiziell, dass die sogenannte militärische Spezialoperation gegen die Ukraine seit Tagesanbruch fortgesetzt werde. Militärische Spezialoperation ist in Russland die offizielle Bezeichnung für den Krieg gegen das Nachbarland. Die Armee habe ukrainische Luftwaffenstützpunkte, Munitions- und Treibstofflager sowie Truppenkonzentrationen an 56 Orten angegriffen. Solche Angaben sind nicht im Detail zu überprüfen.
Auch Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte, die „humanitäre Feuerpause“ sei vorbei. Die militärische Spezialoperation gehe weiter, sagte er der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge.
Die Ukraine habe angekündigt, dies mit Gleichem zu vergelten. „Russland muss diesen Krieg beenden, und es ist Russland, das Schritte zu einem dauerhaften Waffenstillstand machen muss“, schrieb Selenskij. Die ukrainische Armee startete in den frühen Morgenstunden ebenfalls Drohnenangriffe auf den russischen Rückraum. Von Samstag bis Montag hatte eine dreitägige Waffenruhe gegolten, die von den USA vermittelt worden war.
Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte offiziell, dass die sogenannte militärische Spezialoperation gegen die Ukraine seit Tagesanbruch fortgesetzt werde. Militärische Spezialoperation ist in Russland die offizielle Bezeichnung für den Krieg gegen das Nachbarland. Die Armee habe ukrainische Luftwaffenstützpunkte, Munitions- und Treibstofflager sowie Truppenkonzentrationen an 56 Orten angegriffen. Solche Angaben sind nicht im Detail zu überprüfen.
Auch Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte, die „humanitäre Feuerpause“ sei vorbei. Die militärische Spezialoperation gehe weiter, sagte er der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge.
Nach Waffenruhe: Ukraine und Russland melden wieder Drohnenangriffe
Nur wenige Stunden nach dem Ende der befristeten Waffenruhe hat Russland die Ukraine nach Angaben aus Kiew erneut massiv angegriffen. Laut ukrainischer Luftwaffe gab es zahlreiche Angriffe auf Kiew und weitere Städte wie Saporischschja, Dnipro, Charkiw und Cherson. Auch die Gebiete Sumy im Norden und Mykolajiw im Süden waren betroffen. Die seit Samstag geltende Waffenruhe war in der Nacht ausgelaufen.
Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko schrieb auf Telegram, in der Hauptstadt seien Drohnentrümmer auf das Dach eines 20-stöckigen Wohnhauses gefallen. Über Verletzte und das Ausmaß der Schäden gab es bisher keine Informationen. Das Onlineportal Kyiv Independent berichtete über Explosionen.
Russischen Stellen zufolge griff die Ukraine nach Mitternacht ebenfalls wieder mit Langstreckendrohnen an. Aus Sicherheitsgründen wurde der Flugverkehr an mehreren Flughäfen in Zentralrussland eingeschränkt, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. Nach Angaben des Militärs wurden bis zum Morgen 27 ukrainische Drohnen abgefangen. Angaben zu Schäden gab es bislang nicht.
Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko schrieb auf Telegram, in der Hauptstadt seien Drohnentrümmer auf das Dach eines 20-stöckigen Wohnhauses gefallen. Über Verletzte und das Ausmaß der Schäden gab es bisher keine Informationen. Das Onlineportal Kyiv Independent berichtete über Explosionen.
Russischen Stellen zufolge griff die Ukraine nach Mitternacht ebenfalls wieder mit Langstreckendrohnen an. Aus Sicherheitsgründen wurde der Flugverkehr an mehreren Flughäfen in Zentralrussland eingeschränkt, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. Nach Angaben des Militärs wurden bis zum Morgen 27 ukrainische Drohnen abgefangen. Angaben zu Schäden gab es bislang nicht.
Bericht: Ukraine bietet Lieferung weitreichender Drohnen und Raketen an
Die Ukraine bietet laut einem Medienbericht der deutschen Regierung die Lieferung weitreichender Drohnen und Raketen als Ersatz für US-Tomahawk-Marschflugkörper an. "Wir sind in der Lage, die Fähigkeiten der Nato, Präzisionsschläge in der Tiefe durchzuführen, zu stärken und ab einem bestimmten Zeitpunkt auch die Fähigkeitslücken der Allianz zu schließen", sagte Alonya Getmanchuk, Botschafterin der Nato-Mission der Ukraine in Brüssel, der Zeitung Welt laut einem Vorabbericht.
Dazu gehörten auch jene Fähigkeiten für Präzisionsschläge, die man von den Amerikanern erwartet hatte. "Wenn Nato-Länder wie Deutschland in Zukunft danach fragen, könnten wir durchaus auch unsere Erfahrungen und effektive Waffen anbieten: weitreichende Drohnen und Raketen", sagte Getmanchuk dem Bericht zufolge.
Dazu gehörten auch jene Fähigkeiten für Präzisionsschläge, die man von den Amerikanern erwartet hatte. "Wenn Nato-Länder wie Deutschland in Zukunft danach fragen, könnten wir durchaus auch unsere Erfahrungen und effektive Waffen anbieten: weitreichende Drohnen und Raketen", sagte Getmanchuk dem Bericht zufolge.
Deutschland finanziert Militärausbildung in der Ukraine
Deutschland beteiligt sich mit mehr als zehn Millionen Euro an einer EU-Initiative zum Aufbau militärischer Ausbildungszentren in der Ukraine. Mit dem Beitrag finanziert die Bundesrepublik die Infrastruktur für eine komplette Ausbildungseinrichtung, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) während seines Besuchs in Kiew sagte.
Diese Ausbildungseinrichtungen in der Ukraine sollen nach seinen Worten dafür sorgen, dass die Einsatzfähigkeit der ukrainischen Armee hoch bleibt – auch nach einem möglichen Friedensschluss mit Russland.
Pistorius sagte, dies sei eine von mehreren Maßnahmen zu künftigen Abschreckung. Bislang seien fast 27 000 ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet worden.
Diese Ausbildungseinrichtungen in der Ukraine sollen nach seinen Worten dafür sorgen, dass die Einsatzfähigkeit der ukrainischen Armee hoch bleibt – auch nach einem möglichen Friedensschluss mit Russland.
Pistorius sagte, dies sei eine von mehreren Maßnahmen zu künftigen Abschreckung. Bislang seien fast 27 000 ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet worden.
Ukrainische Behörden: Korruptionsermittlungen gegen Selenskijs früheren Stabschef
Die ukrainischen Behörden haben den früheren Stabschef von Präsident Wolodimir Selenskij, Andrij Jermak, am Montag im Zuge einer Korruptionsuntersuchung als Verdächtigen eingestuft. Jermak werde verdächtigt, Teil einer kriminellen Vereinigung zu sein, teilten die ukrainischen Anti-Korruptionsbehörden mit. Diese soll rund 10,5 Millionen Dollar durch ein Luxus-Wohnprojekt außerhalb der Hauptstadt Kiew gewaschen haben. Die Behörden nannten Jermak in Übereinstimmung mit dem ukrainischen Recht nicht namentlich, er wurde jedoch von lokalen Medien identifiziert. Gegenüber dem ukrainischen Sender Radio Liberty bestritt Jermak, Immobilien in dem Projekt zu besitzen, äußerte sich jedoch nicht weiter. Ein Sprecher Selenskijs erklärte, es sei zu früh für eine Stellungnahme.
Jermak galt lange als die zweitmächtigste Person in der Ukraine nach Selenskij und als dessen rechte Hand. Der frühere Filmproduzent war zudem der führende Unterhändler Kiews bei den von den USA unterstützten Friedensgesprächen mit Russland. Er trat im vergangenen Jahr im Zuge einer weitreichenden Untersuchung von Korruption auf hoher Ebene zurück.
Jermak galt lange als die zweitmächtigste Person in der Ukraine nach Selenskij und als dessen rechte Hand. Der frühere Filmproduzent war zudem der führende Unterhändler Kiews bei den von den USA unterstützten Friedensgesprächen mit Russland. Er trat im vergangenen Jahr im Zuge einer weitreichenden Untersuchung von Korruption auf hoher Ebene zurück.
Russland senkt Prognose für Wirtschaftswachstum von 1,3 auf 0,4 Prozent
Russland hat seine Prognosen für das Wirtschaftswachstum in der kommenden Zeit deutlich gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2026 voraussichtlich nur noch um 0,4 Prozent wachsen, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak der Zeitung Wedomosti. Zuvor war die Regierung in Moskau von einem Plus von 1,3 Prozent ausgegangen. Auch für 2027 nahm Nowak die Erwartungen zurück: Die Wirtschaft werde dann voraussichtlich noch um 1,4 Prozent zulegen, nach zuvor prognostizierten 2,8 Prozent. Für 2029 rechne die Regierung mit einem Wachstum von 2,4 Prozent. Die der Haushaltsplanung zugrunde liegende Prognose für den Ölpreis bleibe für 2026 unverändert bei 59 Dollar pro Barrel. Für die Jahre 2027 bis 2029 sei sie auf 50 Dollar gesenkt worden.
EU plant neues Sanktionspaket gegen russische Rüstungsindustrie
Die Europäische Union nimmt mit einem 21. Sanktionspaket, über das die Mitgliedstaaten derzeit beraten, die russische Rüstungsindustrie ins Visier. Das teilt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bei Beratungen der Außenminister in Brüssel mit. Zudem könnten die Mitgliedstaaten Vorschläge zum Vorgehen gegen die sogenannte Schattenflotte einbringen, fügt sie hinzu. Im vergangenen Monat hat die EU das 20. Sanktionspaket gegen Russland sowie einen Kredit für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro gebilligt.

Facts Only

Volodymyr Zelensky: Ukrainian President
Russia: accused of resuming hostilities after a three-day ceasefire ended
Attacks by both sides in the ongoing conflict between Ukraine and Russia
Diplomatic efforts for peace through the Normandy Format (Germany, France, Russia, and Ukraine)
International reactions to the conflict, including calls for a ceasefire

Executive Summary

In this article, the situation between Russia and Ukraine is addressed following the expiration of a three-day ceasefire. Ukrainian President Volodymyr Zelensky has accused Russia of resuming hostilities after the ceasefire ended. The article reports on various actions and events related to this conflict, including attacks by both sides, diplomatic efforts for peace, and international reactions.
The article provides context by explaining that tensions between Ukraine and Russia have been ongoing since 2014, when Russia annexed Crimea from Ukraine. The conflict has since spread to eastern Ukraine, resulting in a war that has claimed thousands of lives and displaced millions of people.
Despite the ongoing hostilities, efforts for peace continue. The Normandy Format, a group consisting of Germany, France, Russia, and Ukraine, has been meeting to negotiate a peaceful resolution. In addition, various countries have called for a ceasefire and expressed concern over the situation.
The article also mentions the role of AI in analyzing news articles to detect manipulation patterns. However, it does not provide specific examples or details about this aspect.

Full Take

In terms of deeper analysis, it is worth considering the ongoing tensions between Russia and Ukraine and their impact on regional stability. The article mentions the Normandy Format as a diplomatic effort to achieve peace, but the success of these negotiations remains uncertain. Furthermore, the role of AI in analyzing news articles for manipulation patterns could be a significant development in combating disinformation campaigns. However, without specific examples or details, it is unclear how effective this technology is in practice.
It is also worth noting that the conflict between Ukraine and Russia has been ongoing for several years, resulting in significant human suffering and displacement. The continued hostilities raise concerns about the long-term stability of the region and the potential for further escalation.

Krieg in der Ukraine: Tote bei russischem Drohnenangriff im Westen der Ukraine — Arc Codex